Am 15. April 2026 wurde in Göttingen-Weende ein bedeutendes neues Zentrum für Bildung und Begegnung offiziell eröffnet. Die XLAB Stiftung hat mit dem Neubau eines Begegnungszentrums, das auch Wohntrakte umfasst, einen wichtigen Schritt hin zu einem erweiterten Bildungsangebot gemacht. Dieses Zentrum ergänzt das bestehende XLAB Experimentallabor, das als eines der größten Schülerlabore Deutschlands in den MINT-Fächern bekannt ist.
Das neue Gebäude beherbergt Seminarräume, Wohnräume, Gemeinschaftsbereiche, einen Speiseraum sowie eine große Catering-Küche. Diese Ausstattung ermöglicht eine Vielzahl von Bildungsangeboten, darunter mehrtägige Kurse, Science Camps und universitäre Seminare. Die Fertigstellung des Bauwerks stellt den Abschluss eines langwierigen Planungs- und Bauprozesses dar, der im Jahr 2006 begann. Mit dieser Investition möchte die XLAB Stiftung einen Ort schaffen, der jungen Menschen aus verschiedenen Regionen und Ländern als Plattform für wissenschaftlichen Austausch dient.
Eröffnungsfeier und Redner
Zur Eröffnungsfeier waren zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und der Stadtgesellschaft eingeladen. Unter den Anwesenden befanden sich Falko Mohrs, der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Axel Schölmerich, Präsident der Universität Göttingen, sowie Petra Broistedt, die Oberbürgermeisterin von Göttingen. Prof. Dr. Eva-Maria Neher, die Vorstandsvorsitzende der XLAB Stiftung, hielt einen Vortrag, in dem sie die Herausforderungen des Bauprojekts und die grundlegende Bedeutung des neuen Zentrums für die Bildungslandschaft erläuterte.
Das Begegnungszentrum wird als charakteristisches Signal für den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Göttingen angesehen. Es soll innovative Veranstaltungsformate ermöglichen und die Bevölkerung dazu anregen, sich aktiv mit naturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.
Bildungsangebote und Zielgruppe
Das XLAB bietet „Hands-on“-Experimentalkurse, die speziell auf Schülergruppen ausgelegt sind, und fördert so das Interesse an Naturwissenschaften durch erlebnisorientiertes Lernen. Schülerinnen und Schüler haben hier die Möglichkeit, in Laboren mit forschungsnaher Ausstattung Experimente durchzuführen, während Lehrkräfte Fortbildungen zu aktuellen Wissenschaftsthemen erhalten. Diese Programme sind Teil einer langfristigen Verpflichtung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die darauf abzielt, junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen.
Ein weiteres Highlight des Bildungsangebots ist das Internationale Science Camp (ISC), das in den Sommerferien stattfindet. Hierbei treffen sich junge Wissenschaftler aus aller Welt, um in vielfältigen Kursen zusammenzuarbeiten und ihr Wissen zu vertiefen. Das Camp bietet eine internationale Gemeinschaft und findet in Englisch statt, was die globale Ausrichtung der Initiative unterstreicht. Ehemalige Teilnehmende haben sich in vielen Fällen erfolgreich als Naturwissenschaftler etabliert und belegen die hohe Qualität und das Ansehen des Programms.
Dank der Kombination aus privater Förderung und öffentlichen Mitteln konnte der Neubau realisiert werden. Die Architekten Bez und Kock haben das Gebäude so entworfenen, dass es harmonisch in die Umgebung passt und gleichzeitig modernsten Anforderungen gerecht wird. Das Begegnungszentrum wird somit nicht nur einen Ort der Begegnung bieten, sondern auch als Motor für die Bildungs- und Wissenschaftslandschaft in Göttingen fungieren.