Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Am 26. März 2026 haben das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) der Technischen Universität Dresden (TUD) ein innovatives Forschungsflugzeug am Flugplatz Kamenz vorgestellt. Das Flugzeug, das als fliegendes Testlabor fungiert, hat das Ziel, fossilfreie Luftfahrtantriebe zu erforschen. Besonderes Augenmerk liegt auf klimafreundlichen Antriebssystemen, einschließlich elektrischer, wasserstoffbasierter und hybrider Konzepte.

Mit dieser neuen Technologie können Tests unter realen Flugbedingungen durchgeführt werden. Dies ermöglicht den Vergleich verschiedener Antriebssysteme und die Sammlung wertvoller Betriebs- und Leistungsdaten, die für die Weiterentwicklung nachhaltiger Technologien unerlässlich sind. Professor Maik Gude betont die Bedeutung der ganzheitlichen Integration der Antriebssysteme in das Flugzeug, während sein Kollege Professor Johannes Markmiller die Ambitionen des Projekts „FoFlu“ hervorhebt, technologische Grenzen zu verschieben.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Nachhaltige Luftfahrt als Zukunftsprojekt

Der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow charakterisiert das Projekt als grundlegenden Baustein für den Strukturwandel in der Lausitz. Das Forschungsflugzeug, ein Modell vom Typ Diamond Aircraft DA62 MPP, ist ein zweimotoriges Spezialflugzeug mit einer Flugdauer von bis zu zehn Stunden, das sich durch Effizienz und Modularität auszeichnet. In den modular austauschbaren Gehäusen des Flugzeugs können verschiedene Hightech-Sensoren und Kamerasysteme integriert werden.

In-article Werbung
In-article Werbung

Mit dem Standort Kamenz wird ein Knotenpunkt für die Luftfahrtforschung in Ostdeutschland geschaffen. Im Rahmen des Projekts werden auch eine eigene Tankstelle für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) und Wasserstoff eingerichtet. Die Finanzierung des Projekts „FoFlu“ beträgt rund 3 Millionen Euro, mit einem Gesamtfördervolumen von 4,6 Millionen Euro bis 2027. Diese Mittel stammen aus der Europäischen Union sowie dem Freistaat Sachsen im Rahmen des Programms JTF InfraProNet.

Politische Rahmenbedingungen und nationale Ziele

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Deutschland zum Vorreiter im CO2-neutralen Fliegen zu machen. Der Fokus liegt auf Innovationen bei neuen Flugzeugen und der Entwicklung synthetischen Kerosins. Dies steht im Einklang mit einem vierstufigen Förderkonzept, das Grundlagenforschung, Antriebs- und Anlagenförderung umfasst. Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer sollen gezielt in CO2-neutrale Flugkraftstoffe und Forschungsprojekte investiert werden.

Die Luftfahrtforschungsprogramme, wie das LuFo (Luftfahrtforschungsprogramm), setzen ambitionierte Zielwerte für 2035, während das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie die Forschung im Verkehrssektor fördert. Auch internationale Kooperationen zur Förderung von PtL-Kerosin sind Teil dieses Ansatzes, der auf die Reduzierung der Kostenlücke zu herkömmlichen Flugkraftstoffen abzielt. Flughäfen sollen klimaneutral werden, unterstützt durch den Ausbau der Elektromobilität und Photovoltaik.

Durch Projekte wie das von der Technischen Universität Dresden initiierte Forschungsflugzeug werden wichtige Schritte unternommen, um die Luftfahrt nachhaltiger zu gestalten und den ökologischen Fußabdruck des Luftverkehrs zu verringern. Die Entwicklungen in Kamenz könnten somit bald weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben. Mehr dazu gibt es auf tu-dresden.de und auf bmv.de.