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Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Die darauf folgende Immunreaktion des Körpers beinhaltet sowohl heilende als auch schädliche Prozesse, die den Heilungsverlauf und die kardiovaskuläre Gesundheit maßgeblich beeinflussen. Um das Verständnis dieser komplexen Zusammenhänge zu vertiefen, hat die Technische Universität Dresden (TUD) eine neue Forschungsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der gezielten Steuerung der Immunreaktion nach einem Herzinfarkt beschäftigt.

Die Forschungsgruppe, benannt als FOR 5953, wird unter der Leitung von Prof. Ali El-Armouche und Prof. Kaomei Guan stehen. Das Projekt mit dem Titel „Modulation der angeborenen Immunreaktion in der Frühphase des Myokardinfarkts (ETNA)“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund sieben Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren gefördert. Ziel der Forschungsgruppe ist es, spezifische Immunzelluntergruppen zu identifizieren und deren Beeinflussung bei der Heilung nach einem Herzinfarkt zu erforschen.

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Umfassende Ziele der Forschung

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Entwicklung neuer Behandlungsansätze, die darauf abzielen, schädliche entzündliche Prozesse zu begrenzen und gleichzeitig heilende Mechanismen zu fördern. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen wie Herz-Kreislauf-Forschung, Immunologie und Pharmakologie. Durch diese interdisziplinäre Herangehensweise soll ein Netzwerk geschaffen werden, das die kardioimmune Forschung am Campus der Hochschulmedizin Dresden stärkt.

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Die DFG unterstützt mit dieser Förderung insgesamt 196 Forschungsgruppen, darunter auch neun Klinische Forschungsgruppen und 17 Kolleg-Forschungsgruppen. Im Rahmen dieser Initiative werden über einen Gesamtbetrag von rund 65,7 Millionen Euro vergeben, wovon ein Teil für indirekte Projektausgaben verwendet wird.

Begleitende Forschungsprojekte in Deutschland

Zusätzlich zu den Arbeiten in Dresden wird am Lehrstuhl für Medizin der Universität Duisburg-Essen ein weiteres wichtiges Forschungsprojekt gefördert. PD Dr. Lars Michel erhält ab April 2026 eine dreijährige Förderung zur Untersuchung der Rolle von Immuncheckpoints beim akuten Herzinfarkt. Ziel ist es, die immunbedingten Prozesse im geschädigten Herzmuskel zu entschlüsseln und innovative therapeutische Möglichkeiten zu entwickeln.

Der akute Myokardinfarkt resultiert aus einem plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Trotz erheblicher Fortschritte in den Akutbehandlungen leiden viele Patienten weiterhin unter Folgeschäden oder sterben vorzeitig. Die Forschung wird sich daher mit den Kontrollmechanismen des Immunsystems beschäftigen, deren Einfluss auf die Heilung sowie die Schädigung von sowohl dem Infarktgebiet als auch dem wieder durchbluteten Herzgewebe. Langfristig ist es das Ziel, die Eignung dieser Immuncheckpoints als Biomarker und therapeutische Ansatzpunkte zu prüfen.

Beide Projekte verdeutlichen, wie wichtig die Immunologie für die Behandlung von Herzinfarkten ist und wie interdisziplinäre Ansätze dazu beitragen können, neue Therapieansätze zu entwickeln, die die Überlebensrate und Lebensqualität der Patienten erheblich verbessern könnten.