Am 5. März 2026 launchte das Internetportal „Tabubruch“, das sich auf die Bereitstellung wissenschaftlich fundierter Informationen zur sexuellen Gesundheit spezialisiert hat. Das Projekt entstand im Rahmen des „Walk In Ruhr – Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin (WIR)“ und wurde in Zusammenarbeit mit der Digital Health Factory Ruhr realisiert. Es wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und bietet ein breites Themenfeld, das von Körper und Fortpflanzung über sexuell übertragbare Infektionen bis hin zu sexualisierter Gewalt und Sexarbeit reicht. Zielgruppe des Portals sind Fachkräfte sowie Interessierte, die Zugang zu aktuellen Informationen über sexuelle Gesundheit suchen.
Die Webseite ist darauf ausgelegt, Informationen digital, barrierearm und lebensnah zu vermitteln. Eine barrierefreie Sprache und Struktur stand hierbei im Vordergrund. Aktuell werden Übersetzungen in einfache Sprache, Englisch, Arabisch und Ukrainisch vorbereitet, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Das WIR, das seit Frühjahr 2016 in Bochum angesiedelt ist, bietet darüber hinaus Aufklärung, Diagnostik, Therapie und psychosoziale Unterstützung für Menschen mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen und Fachleuten steht im Zentrum dieser Bemühungen.
Team und Unterstützung
Dank gebührt zahlreichen Personen, die das Projekt durch ihre Expertise und Engagement unterstützt haben. Dazu zählen Lilly Wirth, Katie Stepp Nicolai, Helena Jestaedt, Stefanie Leitz sowie die Praktikant*innen, die während der Entwicklung zur Seite standen. Besonders hervorgehoben wird auch die Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Verbänden wie Madonna e.V., Rosa Strippe e.V. sowie pro familia Bochum e.V., die wertvolles Feedback gaben und organisatorische Unterstützung leisteten.
Technische Unterstützung erhielt das Projekt von der netzfactor GmbH, namentlich durch Dominik Jessa, Grit Escher, Yannik Schlüter, Jeffrey Nellissen, Mathias Siwek, Markus Austermühle, Kai Gutberlet und Jörg Muschiol. Zudem wurde das „Zentrum für digitales Lehren und Lernen in der Medizin (ZDLLM)“ der Ruhr-Universität Bochum in die Entwicklung des Wahlmoduls “Sexuelle Gesundheit und Sexualmedizin” eingebunden, was einen weiteren Schritt in Richtung einer verbesserten digitalen Aufklärung darstellt.
Die Wichtigkeit sexualisierter Bildung
Das Engagement des WIR und der Partner verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung und Unterstützung im Bereich der sexuellen Gesundheit. Besonders in Zeiten, in denen sensibele Themen häufig tabuisiert werden, spielt die Zugänglichkeit von Informationen eine entscheidende Rolle. Mit dem neuen Internetportal wird ein leicht zugängliches Medium geschaffen, das nicht nur aufklärt, sondern auch zur Enttabuisierung vieler Fragen rund um sexualisierte Gesundheit beiträgt.