Im März 2026 fiel der offizielle Startschuss für das Anschlussprojekt „wESENTlich SBBZ“, das die Entwicklung von Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg fördern soll. An der Veranstaltung, die von der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt wird, nahmen 14 Pilotschulen teil. Ziel der Initiativen ist es, die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen voranzutreiben und eine nachhaltige Schulentwicklung zu gewährleisten. Dies geht aus einem Bericht der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg hervor.
Im laufenden Projekt werden Sonderpädagog*innen der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Ludwigsburg bis 2025 die psychosoziale Gesundheit sowie das Wohlbefinden von Schüler*innen und Lehrer*innen in 72 SBBZ befragen. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen als Basis für gezielte Maßnahmen zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen dienen.
Kick-off und Netzwerkarbeit
Die Auftaktveranstaltung begann mit Begrüßungsreden von Prof. Dr. Jörg-U. Keßler von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Anne Kruse von der Baden-Württemberg Stiftung. Während des Kick-off-Tages hatten Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler*innen der teilnehmenden Schulen die Gelegenheit, sich kennenzulernen und gemeinsame Ziele zu definieren. Der Fokus lag auf Vernetzung und Austausch unter den Beteiligten.
Verschiedene Workshops ermöglichten es den Schulen, als Steuergruppen zusammenzukommen und erste Themenfelder für ihre Projektarbeit zu entwickeln. Dabei wurden die Workshops von Prozessmoderator*innen der beWirken GmbH, dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung sowie dem wissenschaftlichen Team der Hochschulen geleitet. Die positive Rückmeldung der Teilnehmenden zur fachlichen Diskussion und zur kooperativen Zusammenarbeit zeigt, dass die Initiative auf einem guten Weg ist.
Der Kontext der SBBZ
Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, die im Fokus der Initiative stehen, bieten umfangreiche Beratungs-, Unterstützungs- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche an, deren psychische Verarbeitungs- und Erlebnisweisen zu Lern- und sozialen Problemen führen. Diese Bildungsinstitutionen orientieren sich an den Zielen der Grundschule sowie der Sekundarstufe und sind vor allem als Halbtagsschulen organisiert. Die Einrichtungen berücksichtigen dabei die verschiedenen Lern- und Entwicklungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.
Die individuelle Lebenssituation der Schüler*innen steht im Mittelpunkt. Lehrerinnen und Lehrer sind gefordert, ein sensibles und unterstützendes Umfeld zu schaffen. Unterrichtsinhalte werden nachgeholt, gefestigt und erweitert. Die Planung und Durchführung des Unterrichts erfolgt unter Berücksichtigung der sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Zudem wird eine frühe Planung der Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung sichergestellt, um die Schüler*innen optimal auf den Übergang in den beruflichen Bereich vorzubereiten.
In den kommenden Projektphasen werden die teilnehmenden Schulen zusammen mit den Hochschulen und Partnerinstitutionen individuelle Ansätze zur Schulentwicklung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung entwickeln und einsetzen. Damit soll die Qualität der Bildungsangebote an den SBBZ weiter gesteigert werden, was nicht nur den Schüler*innen, sondern auch der gesamten Schulgemeinschaft zugutekommen könnte, wie in den Publikationen der Kultusministerkonferenz und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg detailliert beschrieben wird.