Am vergangenen Donnerstag, dem 10. März 2026, wurde an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) das Klaus-Bahlsen-Zentrum für Integrative Onkologie feierlich eröffnet. Dieses neue Zentrum markiert einen bedeutenden Fortschritt in der integrativen Krebsmedizin und verfolgt das Ziel, Krebsbetroffene aktiv in ihren Krankheits- und Behandlungsverlauf einzubinden.

Die Eröffnung wurde von verschiedenen Persönlichkeiten aus Medizin, Wissenschaft und Stiftungswesen begleitet. Ziel des Zentrums ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und ihnen eine feste Anlaufstelle zu bieten, die kurze Wege und eine enge Verzahnung von Behandlung, Beratung und weiteren Angeboten bietet. Seit 2022 werden in dem Zentrum naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapien eingesetzt, die die konventionelle Onkologie ergänzen.

Förderung durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung

Die Finanzierung des Klaus-Bahlsen-Zentrums wird maßgeblich durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung unterstützt, die insgesamt 3,8 Millionen Euro bereitstellt – 2 Millionen Euro für den Zeitraum 2022–2025 und weitere 1,8 Millionen Euro für 2026–2029. Dr. Jürgen Seja, Vertreter der Stiftung, hob die Wichtigkeit hervor, Projekte im Bereich der Komplementärmedizin zu fördern.

Das Zentrum hat sich der Linderung von Nebenwirkungen und Spätfolgen der Tumortherapie verschrieben. Prof. Dr. Diana Steinmann betont die Weiterentwicklung des ganzheitlichen Ansatzes, der den Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch psychosozial unterstützen möchte. Ein multidisziplinäres Team bietet vielfältige Hilfestellungen an, darunter naturheilkundliche und psychoonkologische Beratungen, sowie Ernährungs-, Sport- und Bewegungsangebote.

Vielfältige Angebote für Patienten

Ein weiterer zentraler Aspekt des Klaus-Bahlsen-Zentrums ist die Durchführung von Gruppenangeboten, die dazu dienen, die Selbstheilungskräfte der Patienten zu stärken. Diese Initiativen werden durch Informations- und Workshop-Reihen ergänzt, die sich auf Themen wie Krankheit, Wohlbefinden und Selbstmanagement konzentrieren.

Das Zentrum kooperiert mit der Onkologischen Interdisziplinären Ambulanz der MHH, bleibt jedoch als eigenständige Einrichtung bestehen. Es ist zudem strukturell im Comprehensive Cancer Center Hannover eingebunden, was eine Verbindung von Versorgung, Forschung und Lehre ermöglicht. Das Klaus-Bahlsen-Zentrum beteiligt sich aktiv an klinischen Studien, beispielsweise zu Aromapflege und der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

Mit der Eröffnung des Klaus-Bahlsen-Zentrums wird ein neues Kapitel in der integrativen Krebsmedizin an der MHH aufgeschlagen. Die Kombination aus traditioneller medizinischer Versorgung und komplementären Therapien stellt einen bedeutenden Schritt in der ganzheitlichen Betreuung von Krebspatienten dar. Die Unterstützung durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und die Weiterentwicklung dieses innovativen Ansatzes.