Am Sonntag, dem 18. Januar, fand der diesjährige Neujahrsempfang der Universität Paderborn im Auditorium maximum statt, bei dem rund 400 Gäste zusammenkamen. Uni Paderborn berichtet, dass Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität, in seiner Begrüßungsansprache auf die Erfolge des vergangenen Jahres einging. Besonders hob er die Sonderforschungsbereiche (SFBs) hervor, die an allen fünf Fakultäten angesiedelt sind und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden.

Zusätzlich wurden bedeutende Infrastrukturprojekte wie der Supercomputer „Otus“ und das PhoQS Lab angesprochen. Bauer dankte den Mitarbeitenden aus Technik und Verwaltung für ihre wertvolle Unterstützung, insbesondere im Hinblick auf die Unwetterschäden im Auditorium maximum im Juni. Er stellte auch die Herausforderungen dar, die durch eine eingeschränkte Grundfinanzierung seitens der Landesregierung entstehen und warnte vor den Auswirkungen dieser Einsparungen auf die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems.

Schutz der Qualität von Lehre und Forschung

Der Präsident der Universität betonte, dass es von höchster Bedeutung sei, die Qualität von Lehre und Forschung zu sichern. Zudem wies er auf die demokratische Verantwortung der Universität hin, die es zu fördern gilt. Um das Engagement von Freund*innen und Förder*innen der Universität zu thematisieren, moderierte er anschließend ein Interview mit Prof. Dr. Andreas Siebe.

Der Festvortrag, gehalten von Prof. Dr. Michaela Vogt, befasste sich mit der Bedeutung der Kooperation zwischen Universitäten. Auch die Verleihung von Preisen für außergewöhnliche Leistungen in Wissenschaft und Lehre nahm einen zentralen Platz im Rahmen des Empfangs ein. Unter den Preisträger*innen war Dr.-Ing. Sandra Gausemeier, die zusammen mit Dr. Tim Lehmann den Forschungspreis der Universität Paderborn erhielt.

Für herausragende Dissertationen wurden vier Wissenschaftler*innen mit jeweils 2.500 Euro ausgezeichnet. Zudem erhielten fünf Absolvent*innen für hervorragende Masterarbeiten Preise in Höhe von 1.000 Euro. Hasna Mahmoud wurde für ihre besonderen Leistungen als internationale Studierende geehrt, während der Förderpreis des DAAD an Lakshay Khanna ging. Abgerundet wurde die feierliche Veranstaltung durch ein musikalisches Programm des Hochschulorchesters unter der Leitung von Steffen Schiel.

Die Herausforderungen der Hochschulfinanzierung

Die Situation der Hochschulfinanzierung steht unter Druck, wie HRK erläutert. Fast 90 Prozent der Finanzmittel für Hochschulen stammen öffentlicher Hand, wobei etwa 75 Prozent von den Bundesländern und rund 15 Prozent vom Bund kommen. Der Bund hat in den letzten Jahren seine Investitionen in die Forschungsfinanzierung kontinuierlich erhöht, insbesondere angesichts der steigenden Nachfrage nach Hochschulstudien.

Allerdings haben die Länder Schwierigkeiten, eine adäquate Grundfinanzierung zu sichern, da sie durch hohe Sozialausgaben gebunden sind und keine eigenen Einnahmen generieren können. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert eine grundlegende Kehrtwende in der Hochschulfinanzierung, um die Qualität in Lehre und Forschung langfristig zu gewährleisten.

Im Kontext des Neujahrsempfangs verdeutlicht die Diskussion um die Hochschulfinanzierung, wie wichtig es ist, die angesprochenen Herausforderungen aktiv anzugehen. Die Universität Paderborn sieht sich klar darin, sowohl ihre Bildungs- als auch Forschungsangebote zu verbessern, während sie gleichzeitig die Verantwortung trägt, diese Themen in der Öffentlichkeit zu vertreten.