Am 5. Februar 2026 fand der Neujahrsempfang des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Zoologischen Museum statt. Rund 90 Gäste aus der Universität und der Stadtgesellschaft kamen zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in den Lebenswissenschaften zu diskutieren.
Ein zentrales Element der Veranstaltung war der Vortrag von Professor Ben Krause-Kyora, der das Labor zur Untersuchung von alter DNA (aDNA) am Institut für Klinische Molekularbiologie leitet. Sein Vortrag mit dem Titel „Chronische Entzündungen heute – ein Erbe der Steinzeit?“ stellte die Nachvollziehbarkeit grundlegender evolutionärer Prozesse anhand jahrtausendealter Erbinformationen in den Vordergrund. Krause-Kyora erläuterte, wie aDNA-Analysen Einblicke in das erste Auftreten und die Anpassungen von Pathogenen wie Pest, Lepra und Pocken bieten. Diese Erkenntnisse sind für das Verständnis der Epidemiologie von Infektionskrankheiten in der Vergangenheit und Gegenwart von zentraler Bedeutung.
Transdisziplinäre Ansätze und Zusammenarbeit
Professor Thomas Bosch, der Leiter des KLS, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung transdisziplinärer Forschung für Fortschritte in den Lebenswissenschaften. Er verwies darauf, dass der KLS im Jahr 2026 den Fokus auf verstärkte Kooperationen im Ostseeraum legt, unter dem Motto KLS Baltic Alliances. Ziel ist die Schaffung einer Schwerpunktregion für Wissenschaft und Forschung an der Ostsee.
Besonders hervorgehoben wurden die geplanten Kooperationen mit Universitäten in Greifswald und Kopenhagen, die auch die gemeinsame Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses umfassen sollen. Bosch bedankte sich ausdrücklich bei den KLS-Mitgliedern für ihre exzellenten Leistungen und das Engagement in der transdisziplinären Forschung.
Zusammenfassend zeigt der Neujahrsempfang nicht nur die aktuellen Ergebnisse und Herausforderungen in den Lebenswissenschaften auf, sondern verdeutlicht auch das Engagement des Forschungsschwerpunkts, zukunftsorientierte Forschungsstrategien zu entwickeln und internationale Kooperationen auszubauen. Die Präsentationen und Diskussionen der Veranstaltung legten den Grundstein für einen fruchtbaren Austausch unter Wissenschaftlern und Vertretern der Stadt und bilden somit eine wichtige Plattform für die Förderung von Innovation und Wissenstransfer in der Region.
Weitere Informationen können bei der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nachgelesen werden.