Am 15. Februar 2026 fand im Bremer Rathaus der Neujahrsempfang der „unifreunde“ statt, bei dem die Rektorin der Universität Bremen, Jutta Günther, die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten Oldenburg und Groningen hervorhob. Rund 240 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren anwesend. Die Universitäten Bremen und Oldenburg haben gemeinsam einen Antrag für den Exzellenzverbund „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ beim Wissenschaftsrat eingereicht, um ihre exzellente Forschung und Lehre weiter zu fördern und das Verhältnis zwischen Universität und Gesellschaft neu zu definieren.

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte würdigte die wissenschaftliche Exzellenz der Universität Bremen, während Staatsrätin Karolina Kumar die internationale Strahlkraft der Hochschule betonte. Die Universität Bremen hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, indem sie zwei Exzellenzcluster, „Ozeanboden“ und „Marsperspektive“, eingeworben hat. Diese Cluster werden für die kommenden sieben Jahre gefördert, was die Institution zu einer der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands macht. Auch die Universität Oldenburg zählt zu den führenden Universitäten im deutschen Hochschulsystem, und die enge Zusammenarbeit der beiden Universitäten besteht bereits seit 25 Jahren.

Die Northwest Alliance

Die Northwest Alliance strebt an, den Nordwesten Deutschlands als Wissenschaftsregion zu etablieren. Dazu gehören Kooperationen mit der Rijksuniversiteit Groningen, um die Sichtbarkeit exzellenter Forschung auf internationaler Ebene zu erhöhen. Ein wesentlicher Punkt des gemeinsamen Antrags ist die angestrebte Förderung von Spitzenforschung und Lehre, mit der Hoffnung, ab 2027 eine Förderung für das Zukunftskonzept zu erhalten. Die Entscheidung über den Antrag wird im Oktober 2024 erwartet.

Henrike Müller, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, unterstützt den Antrag und hebt die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Nordwesten hervor. Der Antrag entstand aus intensiven Gesprächen und der Zusammenarbeit von Mitarbeitenden beider Universitäten, die auch die Stimmen der Studierenden einbezogen haben. Um als Exzellenzverbund anerkannt zu werden, müssen mindestens drei bewilligte Exzellenzcluster vorliegen, was mit dem Projekt OceanFloor bereits erreicht ist.

Exzellenzstrategie und zukünftige Perspektiven

Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern werden jährlich 208 Millionen Euro für die Förderung von Exzellenzuniversitäten und -verbünden bereitgestellt. Dieser finanzielle Rückhalt ist entscheidend, um die Ziele der Nguyen-Allianz zu verwirklichen. Die letzte Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaft im Aufbruch“ bot internationalen Gästen eine Plattform, um über aktuelle Trends und Herausforderungen in der Forschung zu diskutieren.

Insgesamt wurden 19 neuberufene Professor*innen der Universität Bremen und fünf der Constructor University im Rahmen des Neujahrsempfangs willkommen geheißen. Der Empfang, ausgerichtet von den „unifreunden“, zielt darauf ab, die Wissenschaft zu fördern und das Networking zwischen verschiedenen Einrichtungen zu stärken. Diese Initiative könnte als Katalysator für zukünftige wissenschaftliche Erfolge im Nordwesten Deutschlands fungieren.