Am 14. Februar 2026 fand an der Universität Paderborn ein bedeutendes Open Science Symposium statt, das vom Forschungsteam des Projekts OASE organisiert wurde. Dieses Symposium markiert den Abschluss von über zwei Jahren intensiver Forschung zur Open Access-Kultur (OAK) an der Universität. Hauptziel der Veranstaltung war es, eine neue Open Science-Strategie zu entwickeln, die alle betroffenen Statusgruppen einbezieht und den Austausch unter den Teilnehmenden fördert.
Prof. Dr. Thomas Tröster betonte die Wichtigkeit der Organisation und Weiterentwicklung von Open Science an der Universität Paderborn. Im Rahmen der Veranstaltung berichteten Anna Nickel und Dr. Jeannine Teichert über die Impulse und Entwicklungen im Bereich der OAK. Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Dr. Rafael Ball, einem führenden Bibliothekar an der ETH Zürich, der über das Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz und Openness sprach. Hierbei wurden auch die Risiken der Datennutzung und die Problematik eines fehlenden Copyrights im Kontext von KI behandelt.
Fokus auf Open Access und Herausforderungen
Ziel des Projekts ist es, die wissenschaftliche Qualität zu gewährleisten und das Vertrauen in die Wissenschaft zu festigen. Open Access soll dazu beitragen, Forschungsergebnisse und -daten weltweit kostenfrei zugänglich zu machen. Das OASE-Team hat in der Vergangenheit Bestandsaufnahmen erstellt und ein Transferkonzept entwickelt, das auch für andere Hochschulen von Bedeutung sein kann.
Umfragen zeigen zwar eine breite Unterstützung für Open Access, jedoch mangelt es an praktischen Umsetzungen. Fehlendes Wissen und systematische Hürden behindern die Integration von Open Access-Praktiken. Hinderliche Faktoren sind unter anderem die komplexe Umsetzung und das wechselnde wissenschaftliche Personal. Um diese Herausforderungen zu meistern, organisiert OASE Open Access-Talks und Workshops, um das Thema sichtbarer zu machen.
Förderung durch das Bundesministerium
Bis März 2026 wird das Projekt OASE durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Prof. Dr. Gudrun Oevel weist darauf hin, dass die Herausforderungen, die Paderborn bei der Implementierung einer Open Access-Kultur erleben, auch in anderen Hochschulen zu beobachten sind. Ziel ist eine Veränderung des Denkens von Open Access in Richtung Open Science.
Um eine umfassende Open Science-Kultur in der Universität zu etablieren, werden systematische Empfehlungen ausgearbeitet. Die Bundesregierung verfolgt durch ihre Open-Access-Strategie fünf Leitprinzipien, die Open Access als Standard für das wissenschaftliche Publizieren etablieren, die Qualität der Publikationen sichern und die Integrität der Autorinnen und Autoren wahren sollen. Der Zugang zur Wissenschaft wird dadurch gestärkt und innovative Vorhaben zur Unterstützung der Strategie gefördert.