Am 18. März 2026 wurde das „Wissenschaftliche Zentrum für Methoden der Artificial Intelligence und Data Science“ (WiZArD) an der Universität Oldenburg gegründet. Diese Initiative zielt auf die Entwicklung interdisziplinärer Methoden ab, um theoretische Grundlagenforschung in den Datenwissenschaften mit praktischen Anwendungen in datenintensiven Disziplinen zu verknüpfen. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Auswertung großer Datenmengen in nahezu allen wissenschaftlichen Fachbereichen wird das Zentrum eine Schlüsselrolle in der darauf basierenden Forschung spielen.

Der Gründungsvorsitzende ist Professor Nils Strodthoff, der am Department für Versorgungsforschung für „eHealth: Interpretier- und erklärbare Lernalgorithmen“ tätig ist. Unter seiner Leitung wird WiZArD nicht nur die koordinierende Funktion in den Aufgaben der beteiligten Institute und Fakultäten übernehmen, sondern auch die Vernetzung interdisziplinärer Teams fördern. Diese Teams sollen sich grundlagen- und anwendungsorientiert mit Methoden für große Datenmengen auseinandersetzen.

Forschung und Lehre im Fokus

WiZArD wird die Fakultäten und das Präsidium in Bezug auf die technische Infrastruktur in Data Science und KI beraten. Ein erhebliches Anliegen des Zentrums ist es, aktuelle Forschungserkenntnisse aus der Data Science in die Lehre zu integrieren. Dabei konzentriert sich die Arbeit sowohl auf datenzentrierte als auch auf modellbasierte Aspekte der künstlichen Intelligenz. Dies beinhaltet methodische Fragestellungen zur Dateninfrastruktur und zur semantischen Interoperabilität, während gleichzeitig Fragen zu Modellarchitekturen und Qualitätskriterien wie Erklärbarkeit und Unsicherheitsquantifizierung behandelt werden.

Ein wesentliches Ziel von WiZArD ist die Förderung praktischer Anwendungen innerhalb der Fachbereiche der drei beteiligten Fakultäten. Die Einladung zur Mitgliedschaft richtet sich an Experten aus allen Fakultäten, die sich mit Datenwissenschaften, KI und maschinellem Lernen befassen.

Neuronale Netze und Deep Learning

Ein grundlegendes Element der aktuellen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sind neuronale Netze. Diese Technologien sind von den Nervenzellenverbindungen im menschlichen Gehirn inspiriert und bestehen aus mehreren Reihen von Datenknoten, die durch gewichtete Verbindungen miteinander verknüpft sind. Neuronale Netze werden iterativ trainiert, wobei die Wiederholung der Datenpräsentation es dem Netzwerk ermöglicht, die Daten exakter einzuordnen. Dies geschieht durch die Anpassung der Gewichtungen zwischen den Neuronenschichten.

Die komplexeste Form dieser Technologie sind Deep Neural Networks, die Hunderttausende oder sogar Millionen von Neuronen-Schichten enthalten können. Diese Netzwerke sind in der Lage, immer komplexere Probleme durch Techniken des „Deep Learning“ zu lösen. Für das Training dieser Modelle wird oft die Backpropagation verwendet, ein Verfahren, das den Fehler jedes Neurons berechnet und anpasst, um die Genauigkeit des Modells zu verbessern.

Die Datenverwaltung spielt eine entscheidende Rolle, um die Ziele der künstlichen Intelligenz zu erreichen. Ein effizientes System zur Erstellung von Lernalgorithmen und zur Datenverwaltung umfasst die Speicherung, Bereinigung und Kontrolle von Verzerrungen. Unternehmen, die diesen Fortschritt nutzen möchten, können auf die Lösungen von IBM Consulting zurückgreifen, die speziell darauf ausgerichtet sind, die Implementierung von KI zu unterstützen. Zusätzlich bietet IBM mit dem neuen Studio für Foundation Models, generative KI und maschinelles Lernen, IBM® watsonx.ai®, eine Plattform, die das Trainieren, Validieren, Optimieren und Implementieren von KI-Funktionen erleichtert.

Insgesamt zeigt die Gründung des Wissenschaftlichen Zentrums WiZArD, wie ernsthaft die Universität Oldenburg die Herausforderungen und Chancen im Bereich der künstlichen Intelligenz und Datenwissenschaften verfolgt, und wie sie plant, die Forschung und Ausbildung auf diesen Gebieten aktiv voranzutreiben.