Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Oldenburg und der Stadt Oldenburg zeigt sich in einem zunehmend positiven Licht. Im jüngsten Jahresgespräch, das am Dienstag stattfand, zogen Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eine erfreuliche Zwischenbilanz. Der Schwerpunkt der Kooperation im Jahr 2026 liegt auf dem anstehenden Baubeginn des Medizincampus sowie der Förderung von Neugründungen in der Medizinbranche. Die Gespräche ermöglichten einen Einblick in die Fortschritte beider Institutionen und ihre gemeinsamen Projekte.

Im Rahmen des Arbeitsprogramms für 2023 stehen Medizin und Innovation besonders im Fokus. Geplant ist der Baubeginn des Medizincampus im Sommer 2023, der als zentraler Bestandteil der Initiative gilt, um Start-ups in der Medizinbranche zu fördern. Die bisherigen Erfolge, insbesondere die erfolgreiche Einreichung aller Exzellenzcluster-Anträge der Universität im letzten Jahr, untermauern die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität.

Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus

Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Entwicklung eines neuen Innovationsclusters, das als „MediTech-Cluster“ firmiert und die Vernetzung von Akteuren aus der Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Technologie zum Ziel hat. Dieses Cluster verteilt sich auf eine Fläche von 6,3 Hektar und befindet sich in der Nähe des Klinikums, was einen direkten Kontakt zu klinischen Forschungspartnern ermöglicht. Stadt und Universität sind bereits aktiv am Rekrutieren von Projektleitung und Assistenz für die Cluster-Entwicklung, um eine enge Kooperation mit bestehenden Unternehmen und Start-ups zu gewährleisten, wie uol.de berichtet.

Zusätzlich wird das Projekt „Klimagarten“ hervorgehoben, das darauf abzielt, den Botanischen Garten klimaneutral umzugestalten. Dies umfasst Maßnahmen wie begrünte Dächer, Geothermie-Wärmeversorgung und Photovoltaikanlagen. Ein neues Ausstellungsgebäude im Botanischen Garten soll ebenfalls 2023 fertiggestellt werden, was die Ambitionen der Stadt und Universität in Bezug auf nachhaltige Entwicklung und Forschung unterstreicht.

Initiativen zur Gründungskultur

Die Förderung der Gründungskultur in Oldenburg spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit. Das EU-geförderte Projekt „Gründung findet Stadt“ zielt darauf ab, die Sichtbarkeit der Gründungskultur zu erhöhen. Im Rahmen dieses Projekts sind die Eröffnung eines „Gründungsschaufensters“ und eines Marktforschungslabors im Schlauen Haus geplant. Darüber hinaus wird die „hoi startup factory“ in Betrieb genommen, um wissenschaftliche Gründungen aktiv zu unterstützen.

Die gesamte Kooperation zwischen der Stadt und der Universität, die seit 1959 besteht und seit 2016 jährlich nachverhandelt wird, hat seit 2021 an Intensität gewonnen. Die Unterzeichnung einer strategischen Kooperationsvereinbarung am 29. November 2023 hat die Zusammenarbeit auf fünf Kernbereiche fokussiert: Klimaneutralität, die Weiterentwicklung der Universität, den Campus Oldenburg, die Gründungskultur und die Internationalisierung, wie die oldenburg.de dokumentiert.

Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt Oldenburg und die Universität Oldenburg entschlossen sind, gemeinsam in eine innovative und nachhaltige Zukunft zu schreiten. Die Fortschritte in den Bereichen Medizin und Gründungskultur könnten weitreichende positive Auswirkungen auf die regionalen Entwicklungen mit sich bringen.