Am 15. Februar 2026 hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) die Nominierungen für die 98. Oscar®-Verleihung bekannt gegeben. Unter den nominierten Filmen steht „CUTTING THROUGH ROCKS“, für den Professor Karim Sebastian Elias die Filmmusik komponierte. Das Werk ist eine internationale Koproduktion aus den USA, Iran, Deutschland, Chile, den Niederlanden und Kanada, die bereits den Grand Jury Preis in Sundance erhielt und zahlreiche weitere Auszeichnungen erringen konnte.
Die Musik des Films wurde in Potsdam und Berlin mit einem Oktett eingespielt und gehört zur Kategorie „Documentary Feature Film“, in der Elias und sein Team nun für einen Oscar nominiert sind. Die Filmuniversität berichtet zudem, dass Malte Kutz, ein Absolvent der Filmuniversität, als Postproduction Producer am Film „THE SECRET AGENT“ beteiligt war.
Nominierungen im Überblick
„THE SECRET AGENT“ hat es auf vier Nominierungen gebracht, darunter in den Kategorien Bester Film und Bester Internationaler Film. Der Film wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und von Kleber Mendonça Filho produziert.
In der Kategorie „International Feature Film“ erregt die Shortlist einige Aufmerksamkeit:
- „IN DIE SONNE SCHAUEN (Sound of Falling)“ – Die Filmuni-Studentin Billie Mind war hier Junior-Editorin, während Absolvent Eike Hosenfeld die Filmmusik komponierte. Produzenten sind die Filmuni-Alumni Maren Schmitt und Lasse Scharpen.
- Claudia Geisler-Bading spielt die Rolle der Irm im Film und ist Professorin im Studiengang Schauspiel an der Filmuniversität.
- „IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS (All That’s Left of You)“ ist eine majoritär deutsche Koproduktion, an der Marco Müller als Kamera- und Steadicam-Operator tätig war.
- Der Film „HELDIN (Late Shift)“ stammt aus der Schweiz und wird von Alumna Petra Biondina Volpe sowohl als Regisseurin als auch als Drehbuchautorin vertreten.
Der Oscar – Ein begehrter Preis
Der Oscar für den besten internationalen Film, zuvor als bester fremdsprachiger Film bezeichnet, ist seit 2020 als Best International Feature Film bekannt. Wikipedia berichtet, dass der Oscar an den Film verliehen wird, jedoch der Regisseur ihn stellvertretend entgegennimmt. Diese prestigeträchtige Auszeichnung, die seit 1957 nach einem Auswahlverfahren verliehen wird, hat über die Jahre viele Änderungen durchlaufen.
Von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) ausgewählte Filme werden nicht nur von internationalen Jurys, sondern auch von einem Freiwilligen-Komitee ausgewählt. Die Auswahl des deutschen Oscar-Films erfolgt durch die German Films Service + Marketing GmbH, die Jurymitglieder aus verschiedenen Berufsverbänden versammelt.
Nach Angaben von Esquire wird der Oscar offiziell als „Academy Award of Merit“ bezeichnet. Der Ursprung des Namens „Oscar“ bleibt unklar, doch es wird angenommen, dass Walt Disney ihn in einer Dankesrede im Jahr 1934 verwendete. Die Statue selbst besteht aus einer goldbeschichteten, bronzenen Ritterfigur, die 34 cm hoch ist und 3,85 kg wiegt.
Die Bedeutung des Oscars erstreckt sich über das materielle hinaus, denn seit 1950 sind die Preisträger verpflichtet, ihre Trophäe nicht zu verkaufen, ohne sie zuvor der Academy für einen Dollar anzubieten. Ohne diese Verpflichtung könnte es keinen Oscar geben und die Trophäe wäre im freien Handel erhältlich.