Die Universität Potsdam wurde beim Neujahrsempfang mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet. uni-potsdam.de berichtet, dass diese Auszeichnung im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 erfolgt, das von Bund und Ländern zur Förderung der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen ins Leben gerufen wurde.

Mit dieser Ehrung reiht sich Potsdam unter 56 Hochschulen ein, die die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mit ihren Gleichstellungszielen überzeugen konnte. Der Frauenanteil an den Professuren der Universität liegt über 40 Prozent und übertrifft damit den Bundesdurchschnitt.

Bedeutung der Auszeichnung

Das Prädikat eröffnet der Universität die Möglichkeit, eine Förderung für eine Nachwuchswissenschaftlerin zu beantragen. Diese Förderung soll in eine unbefristete Professur münden, was einen bedeutenden Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit bedeutet. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär gratulierte in einer Videobotschaft und lobte die Arbeit der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten Christina Wolff sowie ihres Teams.

Ein weiterer wichtiger Akteur, Steffen Weber, Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, honorierte die konsequente Umsetzung der brandenburgischen Qualitätsstandards für Gleichstellung. Diese Anerkennung ist nicht nur ein Lob für die gegenwärtige Arbeit, sondern auch eine Ermutigung für zukünftige Initiativen.

Engagement der Hochschule

Prof. Dr. Barbara Höhle, Vizepräsidentin der Universität, verdeutlichte in ihrer Ansprache die Bedeutung der kontinuierlichen Gleichstellungsarbeit. Sie dankte den Gleichstellungsbeauftragten und Mitarbeitenden für ihr Engagement. Christina Wolff bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung der langjährigen Arbeit für Geschlechtergerechtigkeit und Diversität.

Universitätspräsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., hob das Gesamtengagement aller Beteiligten hervor. Er betonte, dass Gleichstellung und Diversität essentielle Werte für die Universität sei. Das Professorinnenprogramm 2030 stellt für die laufende Programmphase 320 Millionen Euro über acht Jahre bereit. Dieses Investitionsvolumen soll die Anzahl der Professorinnen erhöhen und die Gleichstellung strukturell verankern.