Am 10. März 2026 stellt die Bucerius Law School eine beeindruckende Praktikantin vor. Sie hat sich entschieden, ihr Einführungspraktikum im Wirtschaftsrecht bei Renzenbrink & Partner zu absolvieren. Diese Kanzlei hat sich auf Private Equity, Mergers & Acquisitions (M&A) sowie Gesellschaftsrecht spezialisiert und genießt einen herausragenden Ruf für ihre Expertise in komplexen Transaktionen sowie die Betreuung internationaler Mandanten.
Die Praktikantin hebt hervor, dass ihre Erfahrungen in der kleineren Kanzlei überwiegend positiv waren. Sie wurde aktiv in die tägliche Arbeit integriert und hatte die Möglichkeit, an verschiedenen Mandaten zu arbeiten. Dazu zählten unter anderem eigene Recherchen und die Prüfung von Verträgen. Bereits in der ersten Woche übernahm sie Verantwortung, indem sie nachvertragliche Wettbewerbsverbote prüfte und Legal Due Diligence Reports bearbeitete. Sie sammelte Erfahrungen, indem sie auch an einem Notartermin teilnahm und verschiedene Veranstaltungen innerhalb der Kanzlei besuchte.
Einblicke in die Komplexität des Wirtschaftsrechts
Die Praktikantin beschreibt das Praktikum als lehrreiche Zeit, die die Komplexität der Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei verdeutlichte. Bei Renzenbrink & Partner traf sie auf eine Kombination aus rechtlichen Fragen, strategischer Beratung und unternehmerischem Denken. Sie musste sich schnell an die Dynamik eines schnellen Arbeitsumfelds gewöhnen, geprägt von Fristen und kurzfristigen Prioritätsänderungen.
Die Herausforderungen, die sich ihr stellten, waren insbesondere durch fehlendes vertieftes Wissen und Erfahrung in der Recherchearbeit bedingt. Das Prakticum war nicht Teil eines spezifischen Programms; die vergebenen Aufgaben orientierten sich an den aktuellen Bedürfnissen der Kanzlei. Dennoch bestärkte diese Erfahrung ihren Wunsch, als Anwältin in einer internationalen Kanzlei zu arbeiten, mit besonderem Interesse an Transaktionen und Unternehmensberatung.
Karrieretipps für Studienanfänger:innen
In ihrer Rückschau empfiehlt sie Studienanfänger:innen, Praktika zu nutzen, um verschiedene Eindrücke zu gewinnen und ihren individuellen Schwerpunkt zu finden. Ein Austausch mit höheren Semestern, die bereits Erfahrungen in entsprechenden Kanzleien oder Gerichten gesammelt haben, wird ebenfalls empfohlen.
Ein weiteres relevantes Thema in der rechtlichen Welt ist die Nachfolgeplanung für Unternehmen, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Beratung von Unternehmerfamilien, vermögenden Privatpersonen und Stiftungen steht dabei im Vordergrund. Die Unterstützung erstreckt sich über die Ausarbeitung privater und unternehmerischer Vorsorge bis hin zur Bereitstellung spezifischer Notfallkoffer für Firmen und Familien. Der Fokus liegt auch auf der Entwicklung von Konzepten, um den Unternehmens- und Vermögensübergang auf die nächste Generation zu gewährleisten, welche sowohl durch die Erstellung von Testamenten als auch die Planung von Stiftungen unterstützt wird. Ihre Eigenschaften als familialer oder gemeinnütziger Bestandteil können dabei entscheidend sein.
Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Unternehmensnachfolge eine sorgfältige Planung erfordert. Experten empfehlen, mindestens fünf bis zehn Jahre vor der geplanten Übergabe mit dem Prozess zu beginnen. Notwendige Aspekte wie die Finanzierung des Nachfolgers, insbesondere bei einem Management-Buy-out, sowie die Auswahl eines geeigneten Nachfolgers können herausfordernd sein. Um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten, sind offene Kommunikationswege zwischen Nachfolgern, Familienmitgliedern und Geschäftspartnern unabdingbar.
In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung steuerlicher Aspekte der Nachfolgeplanung betont. Der Freibetrag von 400.000 EUR pro Kind (§ 16 ErbStG) und mögliche Vergünstigungen bei der Erbschaft- und Schenkungssteuer ab einem Alter von 55 Jahren verdeutlichen, wie wichtig aktuelle rechtliche Kenntnisse für die Nachfolgeplanung sind.
Für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist es entscheidend, frühzeitig zu handeln, klare Ziele zu setzen und einen fundierten Plan zu entwickeln. Dies kann nicht nur zur Erhaltung des Unternehmens führen, sondern auch strategische Chancen für die Zukunft bieten, wie KPMG und Haufe betonen.