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Am 14. November 2025 hat die Geowissenschaftlerin Sinikka Lennartz den Niedersächsischen Wissenschaftspreis in der Kategorie „Forschung in frühen Karrierephasen“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihre bedeutende Forschung zu organischem Kohlenstoff im Meer, die es ermöglicht, mikrobiologische Prozesse durch mathematische Modelle besser zu verstehen und damit zu globalen Erdsystemmodellen beizutragen. Ihre Ansätze könnten neue Perspektiven für die biogeochemische Forschung eröffnen, indem sie bestehende Paradigmen infrage stellen.

Ursprünglich aus Hessen, wurde Lennartz durch ein Projekt an der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA zur Meeresforschung inspiriert. Heute ist sie Juniorprofessorin für Biogeochemische Ozeanmodellierung an der Universität Oldenburg. Ihre Forschung umfasst den Kohlenstoffkreislauf und insbesondere die Remineralisierung von organischer Biomasse zu CO2. Ein Schlüsselfaktor ihrer Arbeit ist die Entwicklung mathematischer Gleichungen, die den Abbau von gelöstem organischen Kohlenstoff durch Mikroben beschreiben. Diese Erkenntnisse zeigen, dass Ozeane in Zukunft mehr organischen Kohlenstoff speichern können als bisher angenommen.

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Forschung und Auszeichnungen

Lennartz hat im Laufe ihrer Karriere bereits mehrere renommierte Preise erhalten, darunter den Heinz Maier-Leibnitz-Preis mit einem Preisgeld von 200.000 Euro und den Georg-Wüst-Preis. Ihre Ergebnisse haben die wissenschaftliche Gemeinschaft aufhorchen lassen, da sie darauf hindeuten, dass durch innovative Technologien ein besserer Zugang zu umfangreichen Daten über mikrobiologische Prozesse im Meer möglich ist.

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Zukünftig wird sie im Exzellenzcluster „Ocean Floor“ der Universitäten Oldenburg und Bremen tätig sein, wo sie sich auf Kohlenstoff in Partikelform konzentrieren wird. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit betont Lennartz als entscheidend für den Erfolg ihrer Forschungsprojekte. Neben ihren beruflichen Erfolgen ist sie auch Mutter von zwei Kindern und hat Rückschläge in ihrer Karriere, etwa die Ablehnung eines Forschungsantrags, erlebt.

Die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit

Wie Lennartz illustriert, ist die Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen zentral für die Bewältigung der Herausforderungen im Bereich Klimaforschung und Meeresschutz. Die Komplexität der Ozeane erfordert ein tiefes Verständnis verschiedener wissenschaftlicher Ansätze, um letztlich die Auswirkungen des Klimawandels besser zu erfassen und Lösungen zu entwickeln.