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Seit dem 1. April 2026 ist Prof. Dr. Irena Kogan Mitglied des Deutschen Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR). Kogan, die seit 2009 eine Professur für Soziologie und Gesellschaftsvergleich an der Universität Mannheim innehat, bringt umfangreiche Fachkenntnisse in den Bereichen ethnische und soziale Ungleichheit sowie Migration und Integration von Zuwandernden mit. Ihre Forschung fokussiert insbesondere auf Übergänge im Jugendalter und wird durch quantitative Methoden der Sozialforschung unterstützt, wie uni-mannheim.de berichtet.

Kogan folgt auf den im Januar 2026 verstorbenen Prof. Dr. Matthias Koenig. Der SVR, ein interdisziplinäres Gremium bestehend aus neun Mitgliedern, hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Erkenntnisse in politische und gesellschaftliche Prozesse zu integrieren. Der Vorsitzende des SVR, Prof. Dr. Winfried Kluth, betont die hohen Qualifikationen Kogans sowie ihre internationale Vernetzung.

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Forschungsschwerpunkte und Auszeichnungen

Kogan leitet gegenwärtig das ERC-geförderte Projekt „Partnerschaftsbildung von Geflüchteten in Deutschland“ (PARFORM). Bis zum Sommer 2026 wird sie darüber hinaus mit dem Landesforschungs­preis Baden-Württemberg ausgezeichnet, was ihre bedeutenden Beiträge zur Grundlagenforschung zu Bildungs- und Berufschancen von Migrant*innen würdigt. Dies reflektiert die zeitgenössischen Herausforderungen, die durch ethnische Diskriminierungen im deutschen Bildungssystem geprägt sind, wie in verschiedenen Studien umfassend dokumentiert wird. In der Publikation von Becker und Gresch wird diskutiert, dass ethnische Ungleichheiten in der vorschulischen Bildung bestehen und die Bildungsaspirationen in Familien mit Migrationshintergrund oft unterschiedlich ausfallen bpb.de.

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In dem Kontext der sozialen Ungleichheit wird auch die Rolle von Sprache und den Hintergründen von Zuwanderern besprochen. Studien zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund oft von der Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte mit ähnlichem Hintergrund profitieren, was darauf mit einer positiven Auswirkung auf ihre Bildungswege zusammenhängt. Dies reflektiert sich auch in den Ergebnissen der Evaluationsstudien zum inkompetenten Sprachförderungssystem svr-migration.de.

Bildungschancen und Herausforderungen

Die Bildungschancen von Zuwanderern sind oft durch prekäre Bedingungen gekennzeichnet. Studien verdeutlichen, dass ethnische Diskriminierung im deutschen Bildungssystem weiterhin ein zentrales Problem darstellt, das die Integration und Entwicklung von Migrantenkindern behindert. Trotz hoher Bildungsaspirationen variieren die tatsächlichen Bildungschancen erheblich, was auf strukturelle Ungleichheiten im System hinweist bpb.de.

Kogan sieht ihre Rolle im SVR nicht nur als Beraterin, sondern auch als Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen fordert sie eine verstärkte Verbindung zwischen Forschung und Bildungspolitik, um die Bildungsungleichheiten effektiver zu bekämpfen.

In einer Zeit, in der Migration eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen darstellt, ist Kogans Beitrag von entscheidender Bedeutung. Ihre Einsichten und Empfehlungen könnten richtungsweisend für zukünftige politische Entscheidungen sein.