Am 1. April 2026 wird Prof. Dr. Susanne Knappe die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Technischen Universität Chemnitz antreten. Die offizielle Berufungsurkunde wurde ihr vom Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, überreicht. Knappe bringt umfangreiche Erfahrung und Expertise in die neue Position ein, die sich auf die Entwicklung passgenauer Präventions- und Interventionsangebote konzentriert.

Prof. Dr. Knappe hat Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert und ihre Promotion im Jahr 2010 an der TU Dresden abgelegt. Ihre Dissertation befasste sich mit sozialen Angststörungen und legte den Grundstein für ihre spätere Fachkarriere. Zwischen 2006 und 2016 war sie an der TU Dresden als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, gefolgt von einer Habilitation zum Thema Diagnostik von Angststörungen im Jahr 2016.

Beruflicher Werdegang und Forschungsschwerpunkte

In ihrer bisherigen Laufbahn leitete Knappe die Institutsambulanz und Tagesklinik für Psychotherapie der TU Dresden von 2016 bis 2021. Zudem vertrat sie im Jahr 2017 temporär die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an derselben Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Versorgungsforschung, Prävention, sowie die Diagnostik psychischer Störungen und deren epidemiologische Aspekte.

An der TU Chemnitz plant sie, ihre Arbeiten in diesen Bereichen weiter voranzutreiben. Besonders wichtig ist ihr die Mitgestaltung an dem Netzwerk „HEYLiFE – Suizidprävention und psychische Gesundheit in Sachsen“. Ihre Arbeit in einem G-BA-geförderten Projekt zur Prävention von emotionalen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern wurde mit dem MSD Publikumspreis ausgezeichnet.

Lehr- und Studienangebote

Mit ihrer neuen Position an der technischen Universität wird Knappe auch das Lehrangebot prägen. Ihr Lehrbuch zur Klinischen Psychologie und Psychotherapie ist darauf ausgelegt, Studierenden umfassende Informationen über verschiedene Therapieformen zu bieten. Es umfasst psychische Erkrankungen wie Phobien, Angst- und Zwangsstörungen und vermittelt jeweils individuelle Interventionsprogramme.

Die Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport, mit der sie zusammenarbeitet, ermöglicht Studierenden, fundierte Kenntnisse in der Beziehungsgestaltung in therapeutischen Kontexten zu erwerben. Knappe wird somit nicht nur die akademische Ausbildung in der Klinischen Psychologie bereichern, sondern auch das Verständnis und die Behandlung psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen vertiefen.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Jugendliche lange auf Therapieplätze warten und die oft angebotene Behandlung nicht immer auf ihre individuellen Schwierigkeiten abgestimmt ist. Psychische Belastungen äußern sich in vielfältigen Formen wie Traurigkeit, Gereiztheit und Schlafstörungen, wobei eine Kombination von Symptomen in einem persönlichen Netzwerk eine wichtige Rolle spielt, so die Forschungsansätze, die auch in Knappe’s neuen Projekten Berücksichtigung finden sollen.

Mit ihrem Engagement wird Prof. Dr. Susanne Knappe entscheidend dazu beitragen, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Sachsen zu fördern und neue Wege in der Prävention und Therapie zu erforschen. Ihre fundierte Ausbildung und breite Berufserfahrung machen sie zu einer wertvollen Bereicherung an der TU Chemnitz.