Im Bereich der Lehrkräftebildung tut sich in der Universität Vechta Spannendes. Hier wird gerade der neue Baustein, das Projekt „PsyKo-Int – Fostering International Psychological Competencies“, ins Leben gerufen, das nicht nur die internationale Forschung nach Vechta holt, sondern auch die Ausbildungsqualität für angehende Lehrkräfte erheblich verbessert. Zehn hochangesehene Wissenschaftler*innen aus Europa, Nordamerika, Neuseeland und Japan haben sich zusammengefunden, um ihre Erkenntnisse in einer Reihe von Kurzvideos zu teilen. Diese Videos bieten Einblicke in aktuelle Forschungsthemen wie sozial-kognitive Entwicklung, wissenschaftliches Denken, Diversität und Inklusion im Schulkontext, und sind für alle Interessierten zugänglich – ein wahrhaft demokratischer Zugang zu Bildung!

Das Projekt wurde von Prof. Dr. Christopher Osterhaus initiiert und gemeinsam mit Prof. Dr. Martin K.W. Schweer ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, den direkten Zugang zu internationaler Forschung zu fördern und verspricht, die schulische Praxis durch psychologische Erkenntnisse zu optimieren. Durch die Initiative „Growing Minds: Vechta Lecture Series in Psychology“ werden zudem internationale Expert*innen nach Vechta eingeladen, um ihr Wissen weiterzugeben. Zu den bereits gehaltenen Vorträgen gehören jene von Prof. Claire Hughes (Cambridge) und Prof. Dr. Rory T. Devine (Birmingham). Die Videos sind auf der Webseite der Universität verfügbar, was die Reichweite und Wirksamkeit des Projekts zusätzlich erhöht. Universität Vechta berichtet umfassend darüber.

Forschung trifft Praxis

Die Universität Vechta fördert mit ihrem neuen Konzept nicht nur die Internationalisierung, sondern auch die zentrale Rolle der Psychologie in Forschung und Lehre. Der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse steht im Mittelpunkt des Projekts. Die Einblicke in verschiedene psychologische Themen sind nicht nur für Studierende von Interesse, sondern auch für alle, die sich für innovative Ansätze in der Bildung begeistern.

Ein ebenso spannendes Beispiel für die Verbindung von Forschung und Bildung liefert das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Dort liegt ein besonderer Fokus auf der Lehr-Lernqualität in Bildungseinrichtungen. Das DIPF untersucht die unterschiedlichen Bedingungen des Lernens und die erforderlichen Kompetenzen des pädagogischen Personals, um die Bildungslandschaft nachhaltig zu verbessern. Auch das Forschungsinstitut hat sich strategische Themenschwerpunkte gesetzt, die sich mit Bildungsungleichheiten und den Herausforderungen der digitalen Bildung auseinandersetzen. Im Rahmen der Projekte werden verschiedene Disziplinen, darunter Erziehungswissenschaft und Psychologie, vereint, um fundierte Lösungen für die Herausforderungen im Bildungssektor zu finden. Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des DIPF.

Karrieremöglichkeiten in der psychologischen Bildungsforschung

Angehende Fachkräfte können zudem im Zulassungsverfahren für den Masterstudiengang Psychologische Bildungsforschung an der Universität Potsdam durchstarten. Hier bietet sich die Möglichkeit, tiefere Einblicke in die Analyse von Lernumgebungen zu gewinnen und den Einfluss von Lehrkräften, Medien und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Lernerfolg zu untersuchen. Mit einem Abschluss in diesem Bereich bestehen vielseitige berufliche Perspektiven in der Evaluation und Beratung, sowohl im schulischen Kontext als auch in der Bildungsforschung. Details zu den Studieninhalten und den Zugangsvoraussetzungen gibt es auf der Webseite der Universität Potsdam.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich an den Universitäten Vechta und Potsdam interessante Entwicklungen in der Schnittstelle zwischen Psychologie und Bildung abzeichnen. Solche Initiativen könnten sich maßgeblich auf die zukünftige Lehrkräftebildung und die damit verbundenen Erkenntnisse auswirken.