Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) nimmt an Fahrt auf und bringt nicht nur technologische Innovationen, sondern auch Herausforderungen mit sich. Insbesondere der Energieverbrauch und die Ressourcennutzung sind Aspekte, die im Fokus der Forschung und Politik stehen. Professor Bing Li hat sich dieser Thematik angenommen und leitet seit dem 1. Dezember 2025 das Fachgebiet Ressourceneffiziente Künstliche Intelligenz an der Technischen Universität Ilmenau. Diese Institution gilt als eine der besten Technischen Universitäten in Deutschland und bietet eine offene sowie kollegiale Forschungsatmosphäre.

Li begann seine akademische Laufbahn 2010 an der Technischen Universität München (TUM), wo er sich durch seine Promotion und später seine Habilitation auszeichnen konnte. Seine vorherigen Positionen umfassten einen Lehrstuhl an der TUM sowie eine Juniorprofessur an der Universität Siegen. Nun wird sein Forschungsschwerpunkt an der TU Ilmenau vor allem auf hochleistungsfähige, energieeffiziente Schaltungen und Systeme für KI-Algorithmen gerichtet, während auch die Entwicklung neuer Architekturen für KI-Lösungen eine zentrale Rolle spielt. Besonders betont Li die Bedeutung des interdisziplinären Ansatzes, der Hardware und Software miteinander verbindet, um energieeffiziente KI-Systeme zu entwickeln.

Die Herausforderungen der Effizienz

Während die Forschung an der TU Ilmenau voranschreitet, gibt es auch Kritik an den wachsenden Energiebedarfen, die neue Technologien mit sich bringen. Greenpeace hebt hervor, dass energieeffizientere Algorithmen und kleinere KI-Modelle zwar grundsätzlich den Verbrauch senken können, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht zu einer erhöhten Nutzung führen. Der Rechenaufwand für das Training von KI-Modellen verdoppelt sich alle fünf Monate, was eine immense Herausforderung darstellt. Parallel ist die Zahl der Nutzer:innen von KI-Anwendungen, wie ChatGPT, explodiert. Dieses Phänomen wird als Jevons-Paradox bezeichnet und signalisiert, dass technischer Fortschritt oft zu einer erhöhten Nutzung führen kann.

Greenpeace fordert daher, dass technologische Entwicklungen nicht zu Lasten des Klimas gehen dürfen. Ihr Report „Umweltauswirkungen Künstlicher Intelligenz“ liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen sowie politische Empfehlungen. Ein zentraler Punkt ist die Förderung von Transparenz und verbindlichen Standards, um einen nachhaltigen digitalen Wandel zu gewährleisten. Die Umwelteinflüsse der Digitalisierung müssen dringend adressiert werden, damit Klimaziele erreicht und eine lebenswerte Zukunft gesichert werden kann.

Politische Rahmenbedingungen für eine grüne Wende

In Deutschland verfolgt die Bundesregierung mit der „Roadmap Energieeffizienz 2050“ das Ziel, die Energieeffizienz in allen Sektoren zu steigern und Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Die AG Digitalisierung, geleitet vom Fraunhofer ISI, betont, dass der Energiebedarf der KI auch als Chance zur Einsparung von Ressourcen angesehen werden kann. Hier ist der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von großer Bedeutung.

Die Kombination von Li’s Forschungsansatz und den politischen Bestrebungen könnte einen vielversprechenden Weg hin zu einer ressourcenschonenden Verwendung von KI ebnen. Die Herausforderung bleibt, dass technologischer Fortschritt Hand in Hand mit verantwortungsvollem Ressourcenmanagement geht – nur so kann ein positiver Effekt auf die Umwelt erzielt werden.

Diese spannenden Entwicklungen stehen im Zentrum unserer Aufmerksamkeit, denn sie könnten entscheidend dafür sein, wie wir die Zukunft der digitalen Welt gestalten und die Auswirkungen auf unseren Planeten minimieren.

TU Ilmenau berichtet, dass …

Greenpeace hebt hervor, dass …

Fraunhofer ISI informiert über …