Am 18. Februar 2026, dem internationalen Tag der Batterie, wurde das Potenzial von Natrium-Ionen-Batterien (Na-Ion) von Dr. Johannes Kasnatscheew und Dr. Markus Börner eingehend untersucht. Diese Batterietechnologie wird als kostengünstige und leicht verfügbare Alternative zu den etablierten Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ion) betrachtet. Insbesondere in Anbetracht der globalen Bestrebungen, die Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten zu reduzieren, stehen Natrium-Ionen-Batterien im Fokus der Forschung in Deutschland und Europa. Laut uni-muenster.de ist Natrium das sechsthäufigste Element in der Erdkruste, was diese Technologie besonders ansprechend macht.

Die Marktanalysen zeigen, dass Natrium-Ionen-Batterien eine Nische besetzen werden, ohne die Lithium-Ionen-Batterie zu ersetzen. Die geringere Energiedichte der Na-Ion-Technologie ist ein wesentlicher Nachteil, während ihre Vorteile in der besseren Leistung bei tiefen Temperaturen liegen. Anwendungsmöglichkeiten reichen von stationären Energiespeichern bis hin zu E-Scootern. Produkte, die diese Technologie nutzen, sind bereits auf dem asiatischen Markt erhältlich, mit ersten Schritten auch in Europa, wo sie beispielsweise in Akkuschraubern in Frankreich eingesetzt werden.

Wettbewerbsumfeld und Forschung

Natrium-Ionen-Batterien stehen in direkter Konkurrenz zu Lithium-Ionen-Batterien, insbesondere denen mit Lithium-Eisenphosphat-Kathode (LFP). In einem sich entwickelnden Wettbewerbsumfeld betont neomarketdata.com, dass die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Kostenstabilität und Nachhaltigkeit den Übergang zu Alternativen wie Na-Ion vorantreiben. Eingehend betrachtet werden Aspekte wie Kosten, Leistung, Sicherheit und die langfristige Marktfähigkeit beider Technologien bis 2030.

Die Untersuchung der Natrium-Ionen-Technologie wird durch mehrere Forschungsprojekte in Deutschland unterstützt, wie das Projekt „Sodium-Ion-Battery Deutschland-Forschung – SIB:DE FORSCHUNG“ und das Projekt Na.Ion.NRW, das sich auf die Herstellung großformatiger Natrium-Ionen-Batteriezellen im Pilotmaßstab konzentriert. Darüber hinaus arbeitet die Kooperation „HIPOBAT – High Power Batteries“ an der Forschung zu natriumhaltigen Hochleistungs-Batterien.

Vorzüge und Herausforderungen der Natrium-Ionen-Technologie

Ein zentraler Vorteil der Na-Ion-Batterien liegt im vermeidbaren Einsatz seltener Rohstoffe wie Nickel und Kobalt, die in Lithium-Ionen-Batterien vorkommen. Dies senkt nicht nur die Kosten, sondern reduziert auch die mit der Rohstoffbeschaffung verbundenen geopolitischen Risiken. neomarketdata.com hält fest, dass die Gewährleistung von Materialien für Na-Ion- Batterien, insbesondere Hard-Carbon, kritisch für den Erfolg dieser Technologie ist.

Trotz der breiten Verfügbarkeit von Natrium könnte es bei der Skalierung, der Qualitätssicherung und der Genehmigung neuer Anlagen zu Herausforderungen kommen. Der Markt muss sich zudem darauf einstellen, dass Lithium für energiedichtekritische Anwendungen wie mobile Energieträger weiterhin dominieren wird. Langfristig könnte Na-Ion jedoch in stationären Speichern signifikante Marktanteile erreichen und die Industrien dazu bewegen, hybrid mit Multi-Chemie-Lösungen zu arbeiten.