Die Technische Universität Dortmund hat einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb genommen, der als LiDO4 bekannt ist. Diese Entwicklung stellt einen bedeutenden Schritt im Bereich der wissenschaftlichen Infrastruktur dar, die für Forschung und Erkenntnisgewinn unerlässlich ist. Insbesondere im digitalen Zeitalter sind solche High-Performance-Computing (HPC) Systeme eine Grundvoraussetzung, um den wachsenden Anforderungen der Forschung gerecht zu werden. Laut TU Dortmund wird LiDO4 von rund 400 Wissenschaftler*innen aus den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für anspruchsvolle Simulationsrechnungen genutzt.

Ina Brandes, die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich bei der Einweihung die Bedeutung von HPC zur Förderung von Forschung und Wissenschaft. Sie betonte, dass die Rechenleistung in der heutigen Zeit für die Entwicklung innovativer Technologien, einschließlich Künstlicher Intelligenz, unerlässlich sei. Die HPC-Ressourcen von LiDO4 stehen nicht nur der TU Dortmund, sondern auch der Fachhochschule Dortmund zur Verfügung, was die kollaborativen Forschungskapazitäten in der Region stärkt.

Investitionen in die Zukunft

Insgesamt flossen 4,5 Millionen Euro in die Entwicklung von LiDO4, unterstützt durch die Forschungsgroßgeräte-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie vom Land Nordrhein-Westfalen. Zudem wurden 900.000 Euro für Erweiterungen des Systems investiert. Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund, wies darauf hin, dass diese Maßnahmen auch die Research Center der Universitätsallianz Ruhr unterstützen, die eine enge Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen pflegt.

LiDO4 ist der vierte zentrale „Linux-HPC-Cluster“ an der TU Dortmund, entwickelt vom Center for Data Science and Simulation (DoDaS) sowie dem IT und Medien Centrum (ITMC). Diese Infrastruktur ist Teil der strategischen Bemühungen in Nordrhein-Westfalen, Hochschulen mit moderner Rechenkapazität auszustatten, um die Innovationskraft des Landes in den naturwissenschaftlichen und technologische Bereichen zu fördern.

Bedeutung für die Forschung

HPC-Technologien sind besonders entscheidend in Forschungsfeldern wie Energieforschung, Materialwissenschaften, Lebenswissenschaften und Klimaforschung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderung von HPC in Deutschland als strategisches Ziel des Programms „Hoch- und Höchstleistungsrechnen für das digitale Zeitalter“ festgelegt. Dies zeigt, wie wichtig Hochleistungsrechnen für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im globalen Forschungs- und Technologiemarkt ist, wie BMBF hervorhebt.

Mit Hilfe dieser HPC-Initiativen plant Deutschland, die HPC-Leistung durch die Beschaffung von Exascale-Rechnern erheblich zu steigern. Auch die Vernetzung und der Betrieb von HPC-Systemen werden gefördert, um nachhaltige Datentechnologien und -infrastrukturen zu entwickeln. In der Gauß-Allianz sind verschiedene HPC-Systeme in Deutschland zusammengeschlossen, die insgesamt eine Leistung von etwa 280 PetaFLOPS erreichen.

Insgesamt unterstreicht die Inbetriebnahme von LiDO4 nicht nur die Fortschritte der TU Dortmund im Bereich des Hochleistungsrechnens, sondern auch die Notwendigkeit, solche Systeme als Rückgrat für zukünftige wissenschaftliche Entdeckungen zu betrachten. Die kontinuierliche Entwicklung und Bereitstellung dieser Ressourcen kündigt eine neue Ära des digitalen Forschens an.