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Prof. Dr. Timo Betz von der Universität Göttingen hat bedeutende Unterstützung für sein neuestes Forschungsprojekt erhalten. Wie uni-goettingen.de berichtet, wurde ihm im Rahmen der „Momentum“-Initiative der VolkswagenStiftung eine Förderung in Höhe von knapp 950.000 Euro über vier Jahre zugesprochen, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um zwei Jahre. Diese finanzielle Unterstützung ist ein deutlicher Schritt zur Förderung innovativer wissenschaftlicher Ansätze.

Das Projekt trägt den Titel „Von Zellen zu intelligenten Gelen: Impulse in Bewegung“. Ziel ist es, die biologischen Prozesse lebender Zellen auf synthetische Materialien zu übertragen. Betz und sein Team arbeiten an der Entwicklung intelligenter Materialien, die auf externe Reize reagieren und sich anpassen können. Ein zentrales Element dieser Forschung ist, dass Zellen mechanische Kräfte als Informationen verarbeiten, was eine essentielle Grundlage für die Arbeit an den neuen Materialien darstellt.

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Forschungsschwerpunkte und Zielsetzungen

Das Team nutzt kontrollierte Kräfte und Belastungen, um zelluläre Reaktionen zu untersuchen. Ein tiefgreifendes Verständnis der Funktionen komplexer zellulärer Systeme wird angestrebt. Zu den wichtigsten Funktionen, die erforscht werden, zählen die Selbstheilung, die Erzeugung von Gegenkräften und die Verflüssigung unter Druck.

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Besonders relevant ist diese Forschung in Bezug auf die Immunantwort sowie die Wanderung von metastasierenden Krebszellen. Ein innovativer Ansatz von Betz und seinem Team besteht darin, das Wissen über lebende Zellen zu nutzen, um synthetische Nachbildungen des Zellinneren zu schaffen. Dabei kommen geleeartige Substanzen zum Einsatz, die mechanisch durch elektromagnetische Felder angetrieben werden und zusammen als intelligentes Gel fungieren.

Zur Person und Karriere von Prof. Betz

Prof. Timo Betz ist ein erfahrener Wissenschaftler, der 2007 an der Universität Leipzig promovierte und anschließende Postdoc-Stellen, unter anderem am renommierten Institut Curie in Paris, innehatte. 2016 erhielt er eine Tenure-Track-Professur an der Universität Münster, bevor er 2020 einen Ruf an die Universität Göttingen annahm.

Seine Forschungsschwerpunkte sind vielfältig und konzentrieren sich auf die physikalischen Prozesse in lebenden Zellen, die Entwicklung von 3D-Modellen für die Zellteilung sowie die Nutzung optischer Pinzetten und Lego-Mikroskope. Betz wurde für seine herausragenden Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet, darunter mit ERC-Consolidator- und Proof-of-Concept-Förderungen.

Die „Momentum“-Initiative der VolkswagenStiftung spielt eine entscheidende Rolle in der Förderung von Wissenschaftlern, die ihre erste unbefristete Professur anstreben. Das Projekt von Prof. Betz könnte nicht nur die Grundlagen der Materialwissenschaft revolutionieren, sondern auch weitreichende Implikationen für die Medizin und die Biotechnologie haben.