Die Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zunehmend zu einem Schlüsselbereich in der Wirkstoffforschung. Der heutige Tag, der 15. Februar 2026, markiert einen bedeutenden Fortschritt in diesem Bereich. Die Goethe-Universität ist Teil des internationalen Konsortiums LIGAND-AI, das darauf abzielt, hochwertige, öffentlich zugängliche Daten über die Interaktion kleiner Moleküle mit menschlichen Proteinen zu erstellen. Diese Daten sind essenziell für die Entwicklung und das Training von KI-Modellen, die die Wirkstoffforschung revolutionieren könnten. Doch wie sich herausstellt, fehlt es bislang an ausreichend verfügbaren Daten, um KI-Modelle effizient zu trainieren, wie puk.uni-frankfurt.de hervorhebt.
Im Rahmen des LIGAND-AI Projektes, das mit über 60 Millionen Euro von der Innovative Health Initiative gefördert wird, sollen tausende von Interaktionen zwischen kleinen Molekülen und relevanten Proteinen charakterisiert werden. Dabei spielen die Wissenschaftler des Structural Genomics Consortium (SGC) an der Goethe-Universität eine zentrale Rolle in der Datengeneration. Das Ziel ist es, die früheste Phase der Wirkstoffforschung zu beschleunigen, die oft langwierig ist und viele Fehlerquellen birgt.
Förderung und Unterstützung
Zu den Projektpartnern von LIGAND-AI gehören renommierte Universitäten und Unternehmen, darunter EMBL, AstraZeneca, IBM Research und Novo Nordisk. Eine besondere Unterstützung für die interdisziplinäre Forschungsprojekte in der Arzneimittelentwicklung kommt auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Laut bmftr.bund.de zielt dieses Engagement darauf ab, die Gesundheitsversorgung in Deutschland durch die Entwicklung neuer Arzneimittel zu verbessern.
Durch die Anwendung vorhandener KI-Methoden soll der Prozess der Wirkstoffforschung nicht nur beschleunigt, sondern auch die Erfolgsquote erhöht werden. Um diese Ziele zu erreichen, sind Zuschüsse bis zu 100% für nichtwirtschaftliche Forschungsinstitutionen und bis zu 50% für Unternehmen im Rahmen der Förderungen möglich. Die Zuwendungen erfolgen als nicht rückzahlbare Zuschüsse und können durch eine schriftliche Kooperationsvereinbarung in Verbünden beantragt werden.
Wissenschaftskommunikation und Datenmanagement
Die Initiative legt großen Wert auf Wissenschaftskommunikation, wobei Ergebnisse bevorzugt im Open Access der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Ein Forschungsdatenmanagementplan ist erforderlich, um sicherzustellen, dass die Daten nach der Erstverwertung in nachnutzbarer Form bereitgestellt werden. Dieses Vorgehen ist nicht nur wichtig zur Förderung von Transparenz, sondern auch zur Sicherstellung von Qualität und Relevanz der Forschungsergebnisse.
In der breiteren Perspektive wird die Rolle von KI im Gesundheitswesen immer bedeutender. Technologien wie elektronische Patientenakten und KI-gestützte Diagnosen verändern die Art und Weise, wie medizinische Informationen verarbeitet werden. Die digitale Vernetzung von Patientendaten und Gesundheitsdaten aus verschiedenen Quellen ist entscheidend für die Entwicklung personalisierter Gesundheitslösungen. Dies zeigt, dass der Einsatz von KI nicht nur die Forschung, sondern auch die alltägliche medizinische Praxis erheblich transformieren könnte, wie iks.fraunhofer.de verdeutlicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das LIGAND-AI Konsortium und die damit verbundenen Forschungsprojekte einen vielversprechenden Weg in der Wirkstoffforschung einschlagen. Es bleibt abzuwarten, wie diese Innovationen in der Praxis umgesetzt werden und welchen Einfluss sie auf die zukünftige Arzneimittelentwicklung haben werden.