Am 4. März 2026 besuchte Wissenschaftsministerin Bettina Martin den Sonderforschungsbereich (SFB) 1270 ELAINE an der Universität Rostock. Dieser Schritt markiert den offiziellen Start der dritten Förderperiode des SFB, der seit acht Jahren an neuartigen Implantaten forscht. Ziel der Forschung ist die Behandlung von Knochen- und Knorpeldefekten sowie die Entwicklung innovativer Lösungen für die tiefe Hirnstimulation bei neurologischen Erkrankungen.
Die Relevanz der intelligenten Implantate für eine alternde Gesellschaft wird von den führenden Wissenschaftlern des SFB hervorgehoben. In den nächsten dreieinhalb Jahren werden rund 80 Forscher von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit etwa 13 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt soll das Projekt bis 2029 mit circa 40 Millionen Euro gefördert werden, was die Bedeutung der Forschung für die Gesundheitsversorgung unterstreicht.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Fokus
Die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Dr. Elizabeth Prommer, betont die Wichtigkeit interdisziplinärer Forschungsarbeit. Diese ist nicht nur für die Universität von Bedeutung, sondern stärkt auch die wissenschaftliche Überzeugungskraft außerhalb der Hochschule. Prof. Dr. Bernd Krause hebt die Verbindung von medizinischer Exzellenz, ingenieurwissenschaftlicher Innovationskraft und digitaler Technologie hervor, was eine essentielle Grundlage für den Erfolg der Forschungsprojekte darstellt.
Ebenso hebt Prof. Dr.-Ing. Sascha Spors die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen Medizin, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen hervor. Die bisherigen Forschungsergebnisse, insbesondere die Stimulationsplattform STELLA+, haben international große Beachtung gefunden. Diese Erfolge motivieren die Forscher, ihre Arbeiten fortzusetzen und weiter zu intensivieren.
Das Rostock Centre for Interdisciplinary Implant Research
Ein weiterer bedeutender Schritt ist die Gründung des „Rostock Centre for Interdisciplinary Implant Research” (ROCINI). Diese zentrale wissenschaftliche Einrichtung soll die Kooperation zwischen Wissenschaftlern und Klinikern der Universität Rostock sowie der Universitätsmedizin Rostock stärken. Der Fokus von ROCINI liegt auf der Forschung im muskuloskelettalen und neurologischen Bereich, mit dem Ziel, die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen zu fördern.
ROCINI entstand aus dem SFB 1270 ELAINE und wird von Prof. Ursula van Rienen als Sprecherin und Prof. Rainer Bader als stellvertretendem Sprecher geleitet. Ein zentrales Anliegen von ROCINI ist es, die Nachhaltigkeit der Forschung im SFB 1270 ELAINE sicherzustellen. Dabei wird besonders auf elektrisch aktive Implantate fokussiert.
Insgesamt zeigt sich, dass die Strukturmaßnahmen des SFB sowohl in der ersten Förderperiode von Juli 2017 bis Juni 2021 mit 11,7 Millionen Euro als auch in der zweiten Förderperiode von Juli 2021 bis Juli 2025 mit 12,4 Millionen Euro entscheidend zum Wachstum der Mitgliederzahl beigetragen haben. Diese ist von 20 auf 36 angestiegen, was das steigende Interesse und die Bedeutung der Forschungsarbeiten verdeutlicht.
Die Entwicklungen und Ergebnisse, die aus dem SFB 1270 ELAINE und ROCINI resultieren, versprechen nachhaltige Fortschritte im Bereich der Implantatforschung und haben das Potenzial, die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten erheblich zu verbessern. Uni Rostock berichte über die Einweihung dieser bedeutenden Forschungsinitativen, die für die Zukunft der Gesundheitsforschung in Deutschland wegweisend ist.
Zusätzlich wird auf den Hintergrund des ROCINI-Projekts verwiesen, das über sein Ziel hinaus einen klaren Fokus auf die interdisziplinäre Vernetzung legt, um aktuelle Herausforderungen in der Implantatforschung umfassend zu adressieren, wie auf ROCINI zu entdecken ist.