Am 14. Februar 2026 haben Dr. Siham Al-Bas und Vildan Hamad das prestigeträchtige exist Gründungsstipendium in Höhe von 117.000 Euro erhalten. Dieses Stipendium, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vergeben wird und durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert ist, unterstützt die beiden Wissenschaftlerinnen bei der Entwicklung ihrer innovativen Lern-App zur Frauengesundheit. Die Förderung beginnt im Mai 2026 und zielt darauf ab, Versorgungslücken in der Frauengesundheit zu schließen.

Vildan Hamad, die an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen studiert und dort promoviert, sowie Dr. Siham Al-Bas, die an der Ruhr-Universität Bochum promoviert, haben sich zum Ziel gesetzt, Wissen über Menstruation und Körperfunktionen verständlich zu vermitteln. Die App soll interaktiv, evidenzbasiert und barrierearm gestaltet werden, um Frauen im Alltag zu unterstützen, ihre Fragen zu beantworten und Unsicherheiten zu reduzieren.

Das Konzept der App

Die App wird wissensbasierte Lernmodule in verständlicher Sprache anbieten und soll das Bewusstsein für die Phasen des Menstruationszyklus stärken. Vildan Hamad hebt den Bedarf an fundierter Gesundheitsbildung für Frauen hervor und betont, dass die App selbstbestimmte Entscheidungen und Gleichberechtigung durch zugängliche Bildung fördern wird. Zusätzlich wurde sie kürzlich als „Distinguished Winner“ der „Swift Student Challenge 2024“ von Apple ausgezeichnet, wobei Apple-Chef Tim Cook ihr während einer Entwickler:innen-Konferenz in Cupertino eine „große Karriere“ prognostizierte.

Die Inhalte der App sind darauf ausgelegt, Frauen in allen Lebenslagen zu begleiten. Prof. Dr. Anke Hinney, Direktorin des Instituts für Geschlechtersensible Medizin, äußerte sich positiv über das Projekt und dessen potenziellen Einfluss auf die Frauengesundheit. Ihre Einschätzung bringt den Themenkomplex in einen breiteren Kontext, da die App in eine Reihe von Fördermaßnahmen eingebettet ist, die geschlechtsspezifische Aspekte in der medizinischen Forschung und Versorgung berücksichtigen.

Übergreifende Fördermaßnahmen

Die Initiative steht im Einklang mit den Zielen des Bundes, interaktive Technologien zur Berücksichtigung von Geschlechteraspekten in der medizinischen Forschung zu entwickeln und zu erproben. Die genannten Förderziele umfassen die Identifikation und Schließung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Diagnosestellung und Therapieempfehlung. Zu den Forschungsaktivitäten gehören unter anderem die Erfassung von Gesundheitsdaten, die verständliche Darstellung digitaler Gesundheitsinformationen sowie die Unterstützung des Gesundheitsmanagements durch digitale Technologien.

Diese Maßnahmen sind nicht nur wichtig für die Frauengesundheit, sondern betreffen umfassend alle Zielgruppen – von Hochschulen und Forschungsinstituten bis hin zu Unternehmen und Verbänden. Ein zentrales Ziel dieser Förderinitiative ist die Verbesserung der Lebensqualität durch passgenaue Therapieempfehlungen und die Schließung von Daten- und Wissenslücken in der Gesundheitsversorgung.

Das exist Gründungsstipendium stellt somit nicht nur eine Unterstützung für die App-Entwicklung dar, sondern trägt auch zur wissenschaftlichen Aufklärung und zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Frauen bei. Diese Entwicklungen könnten in den kommenden Jahren einen signifikanten Unterschied im Leben vieler Frauen machen, indem sie den Zugang zu wichtigen Informationen und Unterstützungsangeboten erleichtern.

Für weitere Informationen zur Förderung und deren Zielen besuchen Sie bitte Universität Duisburg-Essen und Bundesministerium für Finanzen.