Der Exzellenzwettbewerb zwischen den Hochschulen in Deutschland steht vor einer entscheidenden Phase. Am 14. bis 16. April 2026 wird der Antrag mit dem Titel „EXCITE – Excellent. Collaborative. Transformative.“ der Rhein-Main-Universitäten (RMU) auf dem Campus Westend in Frankfurt präsentiert. Diese Allianz setzt sich aus der Goethe-Universität Frankfurt, der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zusammen. Ziel dieser gemeinsamen Initiative ist es, sich um den Status einer Exzellenzuniversität im Rahmen des prestigeträchtigen Wettbewerbs von Bund und Ländern zu bewerben. Laut Uni Mainz betont Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität und Sprecher der RMU, die umfassenden Vorbereitungen auf den Besuch der Evaluatoren. Diese Herausforderung fällt zudem in die erste Vorlesungswoche des Sommersemesters, was zusätzliche logistische Überlegungen mit sich bringt.
Der angestrebte Antrag der RMU verfolgt das Ziel, ein international führendes Zentrum für Spitzenforschung zu schaffen. Dabei liegt der Fokus auf der Entwicklung von Lösungen für komplexe wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Verbindung von Wissenschaft und Gesellschaft wird als zentrales Element der Forschungskultur hervorgehoben, das Dialog, Teilhabe und gemeinsame Wissensgestaltung fördert. Diese Merkmale sollen die wissenschaftliche Exzellenz stärken und gleichzeitig die Attraktivität der Hochschulregion fördern.
Ziele der Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie, getragen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat, zielt darauf ab, den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken und dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Das Programm umfasst zwei Hauptförderlinien: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten. Bei den Exzellenzclustern handelt es sich um projektbasierte Förderungen für international wettbewerbsfähige Forschungsfelder, während die Exzellenzuniversitäten dauerhafte Stärkung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster anstreben. Ein erfolgreicher Antrag würde nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine Erhöhung der Sichtbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene bedeuten, was wiederum der Region zugutekommt, so rhein-main-universitaeten.de.
Die Anforderungen an die Bewerber sind klar: Einzeluniversitäten müssen mindestens zwei Exzellenzcluster vorweisen, während Verbünde mindestens drei benötigen. Diese Kriterien sind entscheidend für die potenzielle Förderung. Die Bedeutung des Exzellenzwettbewerbs wird dadurch unterstrichen, dass er international als Elite-Förderprogramm anerkannt ist und eine erhöhte Attraktivität für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für Studierende schaffen soll.
Der Weg zur Exzellenz
Im Rahmen des aktuellen Wettbewerbs wurde kürzlich bekannt, dass neun der zehn Exzellenzuniversitäten sowie ein geförderter Universitätsverbund von der DFG und dem Forschungsministerium weiterhin unterstützt werden. Eine der Universitäten wurde jedoch aus der Förderung ausgeschlossen, da sie die formalen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt. Die Entscheidung über die Aufnahme von bis zu vier zusätzlichen Förderprojekten wird für Anfang Oktober 2026 erwartet, was die Dringlichkeit und Wichtigkeit des Antrags für die RMU weiter erhöht.
Die Wettbewerbslandschaft ist bereits geprägt von Universitäten, die sich durch zahlreiche Exzellenzcluster ausgezeichnet haben. Die Universität Bonn beispielsweise führt mit sechs Exzellenzclustern die Liste an und zeigt nicht nur starke nationale, sondern auch internationale Netzwerke. In ähnlicher Weise hat die Technische Universität Dresden durch ihre breite Fächerpalette und internationale Partnerhochschulen ihren Platz in der Forschung gesichert. Diese Beispiele verdeutlichen die Vielfalt und Stärke der deutschen Universitäten, wie im Überblick von deutschland.de beschrieben.