Am 26. Februar 2026 haben sich die Universität Rostock und das Sultanat Oman entschlossen, ihre Partnerschaft im Bereich der nachhaltigen Abfallwirtschaft zu vertiefen. In einem feierlichen Rahmen empfing Rektorin Prof. Dr. Elizabeth Prommer die omanische Botschafterin Maitha Saif Majid Al Mahruqi sowie Vertreter der omanischen Behörde für Regulierung öffentlicher Versorgungsleistungen. Ziel des Besuchs war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, die die Entwicklung von innovativen Strategien zur Steigerung der Recyclingquoten und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft zum Inhalt hat. Diese Initiative erlangt besondere Bedeutung, da Oman plant, den Anteil des Recyclings zu verbessern und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren.
Die Zusammenarbeit basiert auf einem Promotionsprojekt von Abdullah Al-Saadi, das sich mit nachhaltiger Abfallwirtschaft in Oman beschäftigt. An diesem Projekt sind auch internationale Forschende der Professur für Abfall- und Stoffstromwirtschaft beteiligt. PD Dr. Abdallah Nassour wird spezifische Strategien entwickeln, um die Nachhaltigkeit im Abfallmanagement in Oman zu steigern. Rektorin Prommer unterstrich während des Empfangs die Notwendigkeit internationaler Kooperationen und die zentrale Rolle der Nachhaltigkeit an der Universität.
Innovationen und Strategien im Oman
In einem weiteren Kontext ist die Förderung grüner Innovationen in Oman von größter Wichtigkeit, besonders im Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum und die zunehmenden Umweltbelastungen in der Region. Laut GayaOne stehen viele Nationen vor der Herausforderung, Ressourcenknappheit zu bewältigen. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren, Wissenschaftlern, Unternehmern und politischen Entscheidungsträgern. Professor Abdelmajid Ben Amara, Generalsekretär der FASRC, weist darauf hin, dass wissenschaftliche Arbeiten praktische Technologien entwickeln müssen, um die ökologischen Herausforderungen zu meistern. Der Fokus der Abfallwirtschaft in Oman verlagert sich zunehmend von der Deponierung auf die Rückgewinnung wertvoller Ressourcen.
Buthaina Al-Wahaibi von Nama Water Services (NWS) verdeutlicht, dass die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser für Landwirtschaft und Infrastrukturprojekte nicht nur die Lebensdauer der Wasserressourcen verlängert, sondern auch die Abhängigkeit von energieintensiven Entsalzungsprozessen reduziert. Im Rahmen des Integrierten Generalplans (IMP) hat Oman Investitionen von über 11 Milliarden Oman-Rial (ca. 28,8 Milliarden US-Dollar) bis 2050 eingeplant, um den Anteil der Nutzung aufbereiteten Abwassers als nicht-traditionelle Wasserquelle zu erhöhen. Kurzfristig sind im Programm für 2025 bis 2027 Investitionen von 666 Millionen Oman-Rial vorgesehen.
Globale Perspektiven der Kreislaufwirtschaft
Die Problematik der Abfallentsorgung ist nicht nur ein lokales, sondern ein globales Anliegen. Laut der GIZ steigen die Abfallmengen aufgrund veränderter Konsummuster, industrielle Entwicklungen und wachsende Städte. Insbesondere unsachgemäße Abfallentsorgung in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern gefährdet die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung. Die Kreislaufwirtschaft wird als Lösungsansatz betrachtet, um ressourcen- und klimaschonende Konzepte in die Politik und Entwicklungszusammenarbeit zu integrieren.
Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören der Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich der Kreislaufwirtschaft, die Planung und Finanzierung von Abfallwirtschaftssystemen sowie die Förderung umweltfreundlicher Wertschöpfungsketten. Die Programmziele zielen darauf ab, den Eintrag von (Plastik-)Abfällen in die Meere signifikant zu reduzieren und gleichzeitig innovative Ansätze zur Abfallbewirtschaftung zu entwickeln.
Die Initiative zwischen der Universität Rostock und dem Sultanat Oman markiert somit einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und innovativen Zukunft, sowohl lokal als auch global.
Für weitere Informationen können Sie Uni-Rostock besuchen, mehr über GayaOne erfahren oder die Website der GIZ konsultieren.