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Am 30. März 2026 wurde Professor Falk Radisch vom Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung der Universität Rostock in den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) gewählt. Diese Wahl fand im Rahmen eines bedeutenden Auswahlprozesses statt, an dem 3.080 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilnahmen. Der RatSWD spielt eine zentrale Rolle in der Beratung der Bundesregierung zur Verbesserung des Zugangs zu Forschungsdaten und der Forschungsdateninfrastruktur.

Der RatSWD wurde erstmals im Sommer 2004 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen und setzt sich aus einer paritätischen Besetzung von zehn gewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie zehn berufenen Vertretern von datenproduzierenden Einrichtungen aus Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Die Amtszeit der gewählten Vertreter umfasst drei Jahre.

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Voraussetzungen und Aufgaben des RatSWD

Professor Radisch wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaften nominiert. Die neuen Mitglieder des RatSWD werden zum Juli 2026 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt berufen. Der Rat hat das Ziel, den Ausbau der Forschungsdateninfrastruktur voranzutreiben, um den Zugang zu Forschungsdaten zu vereinheitlichen und zu verbessern. Dies umfasst nicht nur die Beratung der Bundesregierung, sondern auch die Unterstützung der Länderregierungen.

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Ein wichtiger Aspekt der Arbeit des RatSWD ist die Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Diese Initiative wird von Bund und Ländern mit bis zu 90 Millionen Euro jährlich unterstützt. Ziel ist es, den Zugang zu Forschungsdaten systematisch und nachhaltig zu verbessern.

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Im Rahmen der NFDI sollen bisher dezentral gespeicherte Datenbestände erschlossen und für eine breitere Nutzergruppe dauerhaft zugänglich gemacht werden. Die Initiative umfasst die Unterstützung des Aufbaus von 26 Konsortien, die aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Akademien und anderen öffentlich geförderten Informationsinfrastruktureinrichtungen bestehen. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von Standards für ein interoperables Forschungsdatenmanagement, um die internationale Anschlussfähigkeit zu gewährleisten. Die Deutsche Nationalbibliothek ist als Partnerin in allen vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der NFDI sowie im Basisdienste-Konsortium BASE4NFDI aktiv.

Insgesamt stellt die Wahl von Professor Falk Radisch und die Arbeit des RatSWD einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernisierten und zugänglicheren Forschungslandschaft in Deutschland dar. Die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und Engagement im Bereich der Dateninfrastruktur könnte dazu beitragen, die Herausforderungen der digitalen Transformation im Bildungs- und Forschungsbereich erfolgreich zu meistern.