Dr. Stefanie Mayer ist nach 16 Jahren in den USA nach Deutschland zurückgekehrt und hat eine neue Position an der Universität Ulm angetreten. Ihre Rückkehr, die Uni Ulm berichtet, markiert nicht nur einen persönlichen Neuanfang, sondern auch einen Beitrag zu einem bedeutenden Forschungsfeld. Mayer untersucht den Einfluss von Stress in der Kindheit auf die Gesundheit und plant, eine eigene Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Interventionen aufzubauen.

Die Forschung von Dr. Mayer wird durch ein Sonderprogramm der Baden-Württemberg Stiftung gefördert, welches mit rund 1,7 Millionen Euro unterstützt wird. Diese Initiative zielt darauf ab, Wissenschaftler in frühen Karrierephasen zu unterstützen, insbesondere jene aus Regionen mit eingeschränkter Wissenschaftsfreiheit. „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung und der Universität Ulm“, äußerte Mayer.

Rückkehr aus den USA

Mayer erlangte im Jahr 2009 ihren Abschluss in Psychologie an der University of Michigan und kam damit in die USA. Nach ihrer Promotion arbeitete sie bis 2021 als Assistant Professor an der University of California, San Francisco (UCSF). Ihre Rückkehr nach Deutschland wurde von mehreren Faktoren beeinflusst: politischen Maßnahmen, Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fördergeldern, hohen Lebenshaltungskosten sowie persönlichen Umständen wie Heirat und Familiengründung. Ein Kontakt zu Professorin Iris-Tatjana Kolassa an der Universität Ulm war entscheidend für ihre Rückkehr.

Aktuell bereitet Mayer eine Studie zur Gruppentherapie für depressive Patienten mit Kindheitstraumata vor. Die geplante Studie soll Elemente wie traumasensible Achtsamkeitsübungen und gesundheitsförderndes Verhalten kombinieren. Mayer ist dabei, ihr Team zusammenzustellen und deren Arbeit zu planen.

Unterstützung durch die Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung feierte im Jahr 2023 ihr 25-jähriges Bestehen und hat das Ziel, ihre Programme zur Unterstützung von Wissenschaftlern zu intensivieren. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hebt die Wichtigkeit der Stiftung in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungen hervor. Im Jahr 2025 sind unter anderem 2 Millionen Euro für internationale Wissenschaftsfreiheit vorgesehen, was die Position von Baden-Württemberg als Wissenschaftsstandort weiter stärken soll. Zudem werden innovative Lösungen zur Bekämpfung von Einsamkeit unter jungen Menschen und zur Kriminalprävention gefördert, wie Baden-Württemberg Stiftung berichtet.

Eine der Hauptaufgaben der Stiftung bleibt die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, wobei verschiedene Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt werden. So wird beispielsweise ein neues Forschungsprogramm zur Epitranskriptomik mit 5 Millionen Euro unterstützt.

Die iniative von Dr. Mayer und die Unterstützung durch die Baden-Württemberg Stiftung könnten somit nicht nur ihre Karriere, sondern auch die Forschung und letztlich das Gesundheitssystem in Deutschland bereichern.