Am 20. Februar 2026 erleben Schülerinnen und Schüler an der Technischen Universität Ilmenau eine faszinierende Demonstration der Deep Dive Audio-Technologie, die von den Brandenburg Labs entwickelt wurde. Diese innovative Audiotechnologie ermöglicht eine realistische Wiedergabe virtueller Schallquellen über Kopfhörer. Während der Veranstaltung, die unter dem Titel „Schüler tauchen in die Welt von Erfindern ein“ steht, haben die Jugendlichen die Gelegenheit, das Hörlabor, das Audiolabor und das Medienlabor der TU Ilmenau kennenzulernen.

Diese Labore sind nicht nur Ausbildungsstätten für Studierende, sondern dienen auch als Forschungsumgebungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Am Ende des Projekttages werden die Schüler die Möglichkeit haben, ein Theremin zusammenzubauen, ein spannendes Erlebnis, das ihren kreativen Geist anregen soll. Die Veranstaltung wird durch das Europäische Patentamt und das European Inventor Network initiiert und verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern und unternehmerisches Denken zu fördern. Dabei spielt Karlheinz Brandenburg, der 2006 in der Kategorie Lebenswerk als Erfinder des Jahres nominiert wurde und Mitglied des Netzwerks ist, eine zentrale Rolle.

Technologie und Anwendung

Die Deep Dive Audio-Technologie von Brandenburg Labs kommt nicht nur im schulischen Kontext zum Einsatz. Sie ist auch die Grundlage des ersten Kopfhörersystems der Labs, bekannt als Okeanos Pro. Dieses System richtet sich insbesondere an Audio-Profis und Institutionen, die Präzision und Flexibilität im Bereich räumlicher Audio benötigen.

Okeanos Pro simuliert fortschrittliche Multikanal-Lautsprecher-Setups über Kopfhörer. Die Vorteile liegen in der Kostenreduktion, dem Platzersparnis und der Möglichkeit, in unpraktischen Umgebungen für physische Lautsprecher eine volle Immersion zu erreichen. Zudem bietet es eine benutzerfreundliche Plug-and-Play-Funktionalität, hohe Klangtreue und realistische Klangwiedergabe, alles ohne die Komplexität oder die Kosten traditioneller Hardware.

MINT-Bildung im Fokus

Die Initiative zur Förderung von MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist ein zentrales Anliegen, das sich über Bildungseinrichtungen bis hin zu außerschulischen Projekten erstreckt. MINT-Kompetenzen sind entscheidend für die Bewältigung globaler Herausforderungen wie der Energiewende und der digitalen Transformation. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat deshalb den MINT-Aktionsplan ins Leben gerufen, um die MINT-Bildung umfassend zu fördern.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie sind die regionalen MINT-Cluster, die Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen, um niedrigschwellige, alltagsnahe Bildungsangebote zu schaffen. Diese Cluster haben eine Laufzeit von drei Jahren, mit der Möglichkeit einer Anschlussförderung. Derzeit wurden bereits 73 MINT-Cluster aus mehreren Förderwettbewerben gegründet. Diese Clustern zielen darauf ab, Chancengerechtigkeit zu fördern und insbesondere Mädchen sowie Jugendlichen in Risikolagen zu unterstützen.

Beispiele für MINT-Cluster sind:

  • MINTcon (Mannheim): Vernetzung bestehender Angebote zur MINT-Bildung.
  • techniKAmpus (Karlsruhe): Außerschulische MINT-Angebote in offenen Kinder- und Jugendarbeitsstätten.
  • MAKEitREAL (Heilbronn-Franken): Ansprache von Mädchen mit Migrationshintergrund durch mobile Makerspaces.
  • makeMINTcool (Stuttgart): Sichtbarmachung und Weiterentwicklung bestehender Angebote.
  • MINTme! (Neckar-Alb): Sichtbarkeit von Schülerlaboren erhöhen.
  • MINT4Life (Südlicher Oberrhein): Etablierung von 3D-Druck-Werkstätten.
  • MINTfluencer (Ostwürttemberg): Vernetzung von MINT-Strukturen und Peer-to-Peer-Learning.
  • MINT mobil (Bamberg): MINT-Angebote im ländlichen Raum durch ein MINT-Mobil.
  • DEIN-MINT-ER (Erlangen): Webportal zur Bündelung von MINT-Angeboten.
  • MINT-Heldinnen (Berlin): Außerschulischer Lernort für Mädchen und junge Frauen.

Insgesamt zeigt die Verbindung von innovativen Technologien wie Deep Dive Audio und engagierten MINT-Bildungsprogrammen, wie wichtig es ist, die nächste Generation für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Die Initiativen streben danach, durch praxisnahe Erfahrungen und kreative Projekte das Interesse an Wissenschaft und Technik zu fördern.

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