
Am 31. März 2025 fand im Stadtrat Dresden eine entscheidende Sitzung statt, in der der Schulneubau für die Universitätsschule Dresden mit großer Mehrheit angenommen wurde. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Bildungslandschaft der Stadt. Der geplante Baubeginn ist für 2026 vorgesehen, während eine Inbetriebnahme frühestens 2029 erfolgen soll. Die Gesamtkosten für das ambitionierte Projekt belaufen sich auf 46 Millionen Euro und sollen Platz für rund 1.100 Schüler in den Klassenstufen 1 bis 12 bieten. Die Schülervertreterin Lore Steinigen hob während der Sitzung den akuten Platzmangel und die überaus wichtige Rolle der Schule hervor.
Allerdings wurde das Projekt auch kritisiert. Matthias Dietze von der CDU bezeichnete den Entwurf als „Luxusstandard“. Im Kontrast dazu stellten sich Dana Frohwieser von der SPD und Katharina Ringel von Bündnis90/Die Grünen hinter das Vorhaben und verteidigten dessen Notwendigkeit. Ein Änderungsantrag, der von CDU, FDP, den Freien Wählern und Team Zastrow unterstützt wurde, fand ebenfalls Zustimmung. Dieser Antrag sieht sowohl eine Überprüfung der Ausgaben als auch die Aufforderung an die Schulgemeinschaft vor, weitere Spendenkampagnen ins Leben zu rufen. Bereits 2021 konnten durch diese Kampagnen 2,2 Millionen Euro gesammelt werden.
Spenden und Unterstützung durch die Stadt
Oberbürgermeister Hilbert schlug vor, dass die Stadt auf jeden Spendeneuro einen Euro hinzulegt, um die finanziellen Mittel des Projekts weiter zu erhöhen. Diese Initiative wird jedoch von Anke Langner von der TU Dresden kritisch betrachtet, die Bedenken zur Forderung nach zusätzlichen Spendengeldern äußerte. Die aktuelle Situation an der Universitätsschule, in der zur Zeit etwa 850 Schüler lernen, ist angespannt. Aktuell müssen die Schüler in einem DDR-Altbau unterrichtet werden, und seit 2022 wird ein Containerbau als temporäre Lösung genutzt.
Die Kapazitäten der Universitätsschule sind stark überlastet. Es fehlen wichtige Fachräume für Biologie, Physik und Chemie, und die inzwischen überfüllte Sporthalle entspricht nicht mehr der Schülerzahl. Zudem sind Räumlichkeiten für den gebundenen Ganztag sowie Arbeitsräume für Lernbegleitungen dringend erforderlich. Die Struktur- und Evaluationskommission der Universitätsschule hat bereits öffentlich Besorgnis über die Stagnation des Schulneubaus geäußert und wies darauf hin, dass der neue Lernraum entscheidend für das innovative Konzept der Schule ist.
Innovative Ansätze und die Zukunft der Bildung
Die Universitätsschule Dresden stellt ein öffentliches Projekt dar, das gemeinsam von der Stadt und der TU Dresden initiiert wurde. Hier sollen innovative Lehrmethoden erforscht und Schüler sowie Lehrkräfte praxisnah ausgebildet werden. Heute lernen die Schüler in einem Umfeld, das nicht mehr den modernen Ansprüchen an Bildung genügt, was den Druck auf alle Beteiligten steigert.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Forschungsstelle ForUS an der TU Dresden, die die Entwicklungen der Universitätsschule beobachtet und evaluiert. Angesichts der festgestellten Engpässe in den schulischen Mitteln und der Dringlichkeit eines Neubaus ist eine zügige Lösung für die Schüler und Lehrkräfte unerlässlich. Der Schulneubau könnte der Universitätsschule die notwendige Infrastruktur bieten, um sich als Schule der Zukunft weiterzuentwickeln und somit neuen Herausforderungen im Bildungsbereich begegnen zu können.
Für weitere Informationen über den Schulneubau und dessen Fortschritt können Interessierte die offizielle Webseite der TU Dresden sowie die Webseite der Universitätsschule besuchen. TU Dresden berichtet ausführlich über die Entwicklungen. Details zur Raumsituation finden sich ebenfalls auf der Webseite Universitätsschule.