Am 10. März 2026 erhielten sechs internationale Promovierende der Constructor University bedeutende Stipendien der Wolfgang-Ritter-Stiftung. Diese Stipendien unterstützen talentierte Nachwuchswissenschaftler*innen in der abschließenden Phase ihrer Promotion. Die Stipendiat*innen sind Yelyzaveta Makedon, Dzmitry Rumiantsau, Ayush Kant Ranga, Anna Sinelnikova, Mastewal Bitew und Alice Cimenti. Mit dieser Maßnahme unterstreicht die Stiftung ihr Engagement für die Förderung junger Wissenschaftler*innen unabhängig von deren Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten.
Die Wolfgang-Ritter-Stiftung, eine der größten wissenschaftsorientierten Stiftungen in Bremen, vergibt nicht nur Stipendien, sondern auch Preise und Förderungen für junge Forscher*innen auf Graduiertenniveau. Sie ist bekannt für den jährlichen Wolfgang-Ritter-Preis in Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre. Seit 2017 arbeitet die Stiftung eng mit der Constructor University zusammen und konnte bereits über 60 Promovierende in ihren Forschungsprojekten unterstützen.
Vielfältige Forschungsprojekte
Die geförderten Forschungsprojekte der Stipendiat*innen sind äußerst vielfältig und decken Disziplinen wie Soziologie, Physik, Biochemie und computergestützte Systembiologie ab. Ein gemeinsames Ziel dieser Projekte ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren, die einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Alice Cimenti untersucht beispielsweise Diversität unter Jugendlichen in Italien, während Anna Sinelnikova die Auswirkungen von Krieg auf Diversität in Russland erforscht. Mastewal Bitew konzentriert sich auf die kulturelle Identität äthiopischer Jüdinnen und Juden. Zudem befassen sich Dzmitry Rumiantsau und Yelyzaveta Makedon mit medizinischen und gesundheitsbezogenen Themen, während Ayush Kant Ranga Fortschritte in Solarenergie und Beleuchtungstechnologien erforscht.
Die Stipendiat*innen haben betont, wie entscheidend die finanzielle Unterstützung für ihre Forschung und akademische Laufbahn ist. Mit der Förderung wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ihre Projekte erfolgreich umzusetzen und bedeutende Erkenntnisse zu gewinnen.
Community Impact Projects als prägendes Element
Ein weiterer Aspekt der Constructor University ist das Konzept der „Community Impact Projects“ (CIP). Alle Bachelor-Studierenden nehmen im fünften Semester an einem CIP teil, welches darauf abzielt, Verantwortung zu übernehmen und soziale Kompetenzen zu erwerben. Diese Projekte unterstützen Organisationen, Unternehmen oder Gruppen in der Region und beinhalten Ideen- und Konzeptentwicklung sowie praktische Hilfen.
Die CIP Pitch Night ist ein Highlight, bei dem Studierende ihre Projekte im Haus der Wissenschaft präsentieren. Jedes Team hat fünf Minuten Zeit, um seine Initiative vorzustellen, und das Publikum entscheidet über die Vergabe von Preisgeldern. Die Wolfgang-Ritter-Stiftung unterstützt hierbei fünf studentische Teams mit finanziellen Mitteln.
Die Projekte sind äußerst vielfältig und reichen von wissenschaftlichen Lernformaten für Kindergartenkinder bis zu Robotikangeboten für Schulen. Ein besonders erfolgreiches Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Leben in Nord“ erhielt den ersten Preis und eine Förderung von 3000 Euro. Der Verein setzt sich für Familien, Kinder, alte Menschen und Migranten ein und organisiert zahlreiche Aktivitäten zur Förderung der Gemeinschaft.
Diese Initiativen verdeutlichen, wie die Kooperation zwischen Studierenden und lokalen Organisationen wirkt. Sie schaffen nachhaltige soziale Strukturen und fördern den Austausch innerhalb der Gemeinschaft.
Die Partnerschaft zwischen der Constructor University und der Wolfgang-Ritter-Stiftung trägt nicht nur zur individuellen Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen bei, sondern stärkt auch Bremen als Zentrum für Wissenschaft und akademische Bildung.