Prof. Dr. Markus Golder von der TU Chemnitz wurde mit dem prestigeträchtigen „Best Paper Award“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen der bedeutenden internationalen Fachkonferenz OIPEEC statt, die vom 17. bis 20. März 2026 in Madrid, Spanien, durchgeführt wurde. Diese Konferenz gilt als eine der zentralen Plattformen für den Austausch über Faser- und Stahldrahtseile und brachte Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammen.
Während der Veranstaltung präsentierte Prof. Golder innovative Entwicklungen in der Normung von Kranseilen. Sein Beitrag wurde von der Jury aufgrund der hohen wissenschaftlichen Relevanz sowie der industriellen Anwendung ausgezeichnet. Die OIPEEC-Konferenz hat sich seit ihrer Gründung als wichtiges Forum für Seiltechnologen etabliert.
Forschung und Vernetzung
Ein weiterer bedeutender Beitrag kam von Dr. Christoph Müller, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Professur für Förder- und Materialflusstechnik. Er stellte seine Erkenntnisse zur Modellierung von Restbruchkräften vor, die für die Sicherheit und Effizienz von Seilsystemen von großer Bedeutung sind. Zudem wurde Dr. Müller in das Management Board der OIPEEC gewählt, was seine Rolle in der internationalen Seiltechnologie weiter stärkt.
Die OIPEEC bietet nicht nur Gelegenheit zum Wissenstransfer, sondern auch zur Vertiefung bestehender Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie. Ein zentrales Ziel der Konferenz war der internationale Austausch von Ideen und Ansätzen im Bereich der Seiltechnik.
Auszeichnungen fördern Innovation
Die OIPEEC vergibt seit 2013 während jeder Konferenz einen Preis für die besten Forschungsarbeiten. In diesem Jahr, mit einem Gesamtpreisgeld von 2.000 Euro, wurden die besten drei Arbeiten ausgezeichnet:
| Platz | Preisgeld |
|---|---|
| 1. Platz | 1.000 € |
| 2. Platz | 500 € |
| 3. Platz | 500 € |
Die Bewertung der Einsendungen erfolgt durch eine kompetente Jury, die aus mindestens vier Mitgliedern des Managementausschusses besteht. Dabei wird darauf geachtet, dass die Jurymitglieder keine Arbeiten bewerten, die mit ihrer eigenen Organisation in Verbindung stehen.
Die Entscheidungskriterien der Jury umfassen die Neuheit der Arbeiten, ihre industrielle und wissenschaftliche Relevanz, sowie die Qualität der Präsentation und der Arbeit selbst. Der Preis fördert das Interesse an der Seiltechnologie und richtet sich an Seilwissenschaftler, Ingenieure und Forscher weltweit, die zur Weiterentwicklung dieses technischen Bereichs beitragen möchten.
Schließlich steht schon jetzt fest, dass die nächste OIPEEC-Konferenz im Jahr 2028 in Stuttgart stattfinden wird. Die Teilnehmer erwarten einen weiteren spannenden Austausch und Fortschritte in der Seiltechnik.