Die ICC International Commercial Mediation Competition, ein bedeutender internationaler Moot, fand in diesem Jahr zum 21. Mal in Paris statt und konzentrierte sich auf Wirtschaftsmediation. Laut den Informationen von law-school.de nahmen über 280 Studierende und mehr als 120 Fachleute an diesem Wettbewerb teil. Die Anzahl der teilnehmenden Teams wurde von 48 auf 58 erhöht, während die Wettbewerbsstruktur um eine Hauptrunde mit einem Achtelfinale erweitert wurde.

Das Finale der diesjährigen Konkurrenz fand im Émile Boutmy Vorlesungssaal an der renommierten Sciences Po Universität in Paris statt. Dabei wurde die Zukunft eines Joint Ventures, das mehrere Handtaschenmarken umfasste, verhandelt. Der Fall wurde von der erfahrenen Mediatorin Jody Sinn verfasst, während Bill Wood aus London die Mediation im Finale leitete.

Hervorragende Leistungen des Bucerius Teams

Das Bucerius Team, bestehend aus Anna Maria Amann, Maria Franziska Geisel, Persefone Catharina Martens und Annalena Vierling, begann die Vorbereitungen bereits im Herbst 2025 mit wöchentlichen Trainingssessions. Diese intensive Vorbereitung wurde durch die Teilnahme an der Bucerius Mediation Competition by Bodenheimer im November 2025 ergänzt. Gecoacht wurde das Team von Niki Marina Papastergiou und Adanel Ulan.

Die Veröffentlichung der Fallstudien Ende Dezember 2025 markierte den Beginn einer intensiven Trainingsphase, die im Januar 2026 fortgesetzt wurde. Am 1. Februar des gleichen Jahres reiste das Team nach Paris und schaffte es, sich nach den Vorrunden bis ins Achtelfinale durchzusetzen. Im Viertelfinale besiegten sie die National University of Singapore und im Halbfinale die Universität Wien.

Im Finale musste sich das Bucerius Team leider dem Team der University of Auckland geschlagen geben. Trotz der Niederlage wurde die sprachliche Eleganz und das Niveau der Kommunikation beider Teams von der Jury gelobt. Hochschul-Präsident Prof. Dr. Michael Grünberger gratulierte dem Team zum 2. Platz und betonte das hohe Leistungsniveau sowie das Engagement der Studierenden.

Internationaler Kontext und Bedeutung

Die ICC International Commercial Mediation Competition wird seit 2005 jährlich von der Internationalen Handelskammer (ICC) veranstaltet und stellt den ersten internationalen Wettbewerb im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung dar. Wie ipr.uni-heidelberg.de erklärt, hat der Wettbewerb das Ziel, Wirtschaftskonflikte rasch und flexibel zu lösen, um Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten und die Interessen aller Parteien zu berücksichtigen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Universität Heidelberg als erste deutsche Universität im Wettbewerb etabliert, wobei die Vorbereitung auf die Teilnahme am Heidelberg Center for International Dispute Resolution stattfand. Hierbei lag der Fokus auf Verhandlungs- und Mediationstechniken durch Rollenspiele und Simulationen. Dieses einzigartige Format fördert nicht nur die Verbesserung rhetorischer Fähigkeiten, sondern auch ein tieferes Verständnis für interkulturelle Verhandlungsführung.