Am 6. Februar 2026 errang Michel Gröper, ein 22-jähriger Lehramtsstudent der TU Chemnitz, bei den Deutschen Meisterschaften in Altenberg die Silbermedaille im Viererbob der Männer und der Junioren U26. Die Wettkämpfe fanden auf der anspruchsvollen 1.413 Meter langen Rennschlitten- und Bobbahn statt, die für ihre herausfordernden Bedingungen bekannt ist.
Gröper ist als Bundeskaderathlet mit dem Status Nachwuchskader im Bob- und Schlittenverband Deutschland (BSD) aktiv. Sein Team, das von der frisch gebackenen Silbermedaille nur 0,35 Sekunden hinter dem Siegerteam aus Bad Feilnbach/Königssee zurücklag, erzielte eine Gesamtzeit von 1:48,73 Minuten. Dabei wirken während der Fahrt Kräfte von bis zu 5 G auf die Mannschaft. Im Viererbob müssen vier Teilnehmer innerhalb von ein bis zwei Sekunden in den Bob springen, was höchste Präzision erfordert.
Studium und Sportkarriere
Gröper studiert im vierten Semester Lehramt an Grundschulen und kann dank des Spitzensportlerprogramms der TU Chemnitz seine Prüfungen flexibel anpassen. Er plant, im Sommersemester 2026 seine Studienfortsetzung mit einer Bewerbung für die Sportfördergruppe der Landespolizei zu kombinieren. Die TU Chemnitz ist als „Partnerhochschule des Spitzensports“ anerkannt und bietet Unterstützung für Studierende, die Studium und Leistungssport miteinander vereinbaren möchten.
Das Training für bobfahren findet mindestens einmal pro Woche im Leistungssportzentrum Altenberg sowie im Sportforum Chemnitz statt. Gröpers Erfolge sind ein Beweis für die Wirksamkeit der Unterstützung der Universität und die hohe Qualität des Trainings.
Wettkampfsituation im Bobsport
Die Bobsport-Saison befindet sich bereits in vollem Gange. Bei der Weltmeisterschaft im Viererbob, die kürzlich in Winterberg stattfand, holte das Team von Johannes Lochner ebenfalls die Silbermedaille. Laut Merkur war Florian Bauer, ein Anschieber vom BRC Ohlstadt, mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl Nackenschmerzen Lochner im Training zu schaffen gemacht hatten. Der Rekordweltmeister Francesco Friedrich brillierte und stellte mit 53,11 Sekunden einen neuen Bahnrekord auf.
Der Bob-Weltcup ist eine jährlich stattfindende Wettkampfserie, die im Rahmen der International Bobsleigh & Skeleton Federation (IBSF) organisiert wird. Die Saison 2025/26 umfasst in der Regel acht Stationen und läuft von Ende November bis März. Athleten sammeln Punkte aus Zweier- und Viererbob-Wettkämpfen, wobei Francesco Friedrich als Rekordsieger heraussticht.
Die Kombination aus Studium und Leistungssport an der TU Chemnitz bietet Athleten wie Michel Gröper die Möglichkeit, sowohl akademische als auch sportliche Ziele zu verfolgen. Die bevorstehenden Herausforderungen im Bobsport und an der Universität können nur durch solch eine wertvolle Unterstützung gemeistert werden.