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Am 17. März 2026 fand die feierliche Zertifikatsübergabe für 26 Absolvent*innen der Zusatzqualifikation Sportförderunterricht an der Deutschen Sporthochschule Köln statt. Die Auszeichnung wurde von Lena Brack, Dozentin am Institut für Sportdidaktik und Schulsport, sowie Anke Raabe-Oetker vom Institut für Bewegungstherapie und Rehabilitation verliehen. Elmar Kugel, Dezernent der Bezirksregierung Köln, übermittelte den Teilnehmer*innen seine herzlichen Glückwünsche.

Der Sportförderunterricht ist ein innovatives Angebot, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, in kleinen Gruppen ohne Notendruck zu lernen. Hierbei stehen vielfältige Bewegungsangebote im Mittelpunkt, die darauf abzielen, die ganzheitliche Entwicklung der Schüler*innen zu fördern. Das Konzept erfüllt den Doppelauftrag des Schulsports, der sowohl die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur als auch die Entwicklungsförderung umfasst.

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Inhalte der Zusatzqualifikation

Die zweisemestrige Zusatzqualifikation ist kostenlos und richtet sich an Studierende, die auf die individuellen Bedürfnisse von Schüler*innen vorbereitet werden. Ein zentraler Teil der Ausbildung war eine Praxisphase an inklusiven Schulen. Dort hatten die angehenden Sportpädagog*innen die Möglichkeit, förderorientierte Bewegungsangebote zu planen und durchzuführen.

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Besonders betont wurde die Notwendigkeit der Differenzierung und Individualisierung von Bewegungsangeboten sowie die Anwendung diagnostischer Verfahren zur Analyse der Lernausgangslagen. Die Studierenden konnten psychomotorische Ansätze in realen Unterrichtssituationen erproben, was durch positive Rückmeldungen unterstrichen wurde.

Die Durchführung dieser Zusatzqualifikation erfolgt in enger Kooperation mit der Bezirksregierung sowie inklusiven Schulen und wird künftig unter der Leitung von Lena Brack, Anke Raabe-Oetker und Andrea Kurth regelmäßig einmal pro Semester angeboten.

Kontext und Bedeutung der Inklusion im Schulsport

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat die Verpflichtung Deutschlands zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems festgeschrieben. In der wissenschaftlichen Diskussion um die Inklusion im Schulsport wird durch Heike Tiemann in ihrem Artikel „Inklusion im Schulsport“ auf die verschiedenen Interpretationen des Begriffs Inklusion in den Bundesländern hingewiesen. Die Studie, veröffentlicht in den Leipziger sportwissenschaftlichen Beiträgen, thematisiert auch die Einstellungen, Unterstützungsmaßnahmen und konzeptionellen Entwicklungen, die für einen erfolgreichen inklusiven Sportunterricht notwendig sind.

Das Ziel dieser Bemühungen ist es, für alle Schüler*innen gleichermaßen Zugang zu sportlichen Aktivitäten zu gewährleisten, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen oder Fähigkeiten. Voraussetzungen hierfür sind u.a. ein abgestimmtes Curriculum und geeignete Trainingsaufbauten, die auch Schüler*innen mit Behinderungen einbeziehen. Diese Aspekte sind entscheidend, um die Vielfalt, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Potenziale der Schüler*innen im Sportunterricht zu berücksichtigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zertifikatsübergabe im Bereich Sportförderunterricht nicht nur eine wichtige Qualifikation für die Absolvent*innen darstellt, sondern auch einen bedeutenden Schritt in Richtung eines inklusiveren Schulsystems in Deutschland darstellt. Die positive Resonanz der Studierenden zeigt, dass solche Fortbildungsangebote entscheidend für die Entwicklung eines zeitgemäßen und integrativen Sportunterrichts sind.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie den Artikel auf Deutsche Sporthochschule Köln und die Studienergebnisse auf Fachportal Pädagogik einsehen.