Heute, am 18. Februar 2026, stehen an der Universität Duisburg-Essen (UDE) spannende Veranstaltungen auf dem Programm. In der Woche vom 23. bis 27. Februar finden verschiedene Kurse und Vorträge statt, die das Interesse der Studierenden und der Öffentlichkeit wecken sollen. Besonders hervorzuheben ist ein Intensivkurs in Chinesisch, der grundlegende Kenntnisse für Alltag und Beruf vermitteln soll. Der Kurs, veranstaltet in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, wird als Bildungsurlaub nach dem NRW-Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz anerkannt und die Kosten belaufen sich zwischen 30 und 148 Euro. Die Anmeldung ist erforderlich und der Kurs findet in der Volkshochschule im Stadtfenster, Raum 413, Steinsche Gasse 26, Duisburg, statt.

Zusätzlich wird am Montag, den 23. Februar, ein wichtiger Vortrag zum Nordmazedonien-Konflikt angeboten. Hierbei handelt es sich um eine eingehende Untersuchung der Entwicklungen seit dem Rahmenabkommen von Ohrid, das vor 25 Jahren unterzeichnet wurde. Der Vortrag wird sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzen, darunter die Repräsentation der albanischen Minderheit, Fortschritte sowie Herausforderungen, institutionelle Reformen und Übergangsjustiz. Interessierte können sich vor Ort oder online anmelden und der Vortrag findet im Raum LF 156 auf dem Campus Duisburg statt.

Der Nordmazedonien-Konflikt im Kontext

Das Rahmenabkommen von Ohrid wurde am 13. August 2001 unterzeichnet und brachte einen entscheidenden Wandel für Nordmazedonien. Es beendete die gewaltsamen Auseinandersetzungen des Jahres 2001 und zielte darauf ab, die angemessene Repräsentation der albanischen Minderheit in Politik und Verwaltung sicherzustellen. Zugleich ermächtigte es die albanische Sprache in der Verwaltung und führte das Prinzip der doppelten Mehrheiten ein, das die Stimmen ethnisch-albanischer Abgeordneter berücksichtigt. Unter den Unterzeichnern war Präsident Boris Trajkovski sowie weitere führende politische Akteure.

Die Verhandlungen fanden auf Druck der EU und der USA statt und trugen zur politischen Stabilität des Landes bei. Dennoch bleibt festzuhalten, dass ethnische Segregation in der Gesellschaft weiterhin ein großes Problem darstellt. Diese Thematik wird im Vortrag an der UDE erneut aufgegriffen und bietet Raum für Diskussionen über Fortschritte und Herausforderungen in Nordmazedonien.

Sprachförderung als gesellschaftliche Herausforderung

Ein weiteres wichtiges Thema, das in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Laut dem Malteser Migrationsbericht haben mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte. An Schulen wie der Regenbogenschule in Duisburg, wo der Migrationsanteil bei etwa 95 Prozent liegt, sprechen viele Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit kaum Deutsch. Schuldirektor Haris Kondza hebt die Relevanz von Zeit und individuellem Lernen für die Sprachentwicklung hervor.

Wirtschaftswissenschaftler Lars Feld weist darauf hin, dass strukturelle Unterschiede im Bildungssystem die Chancengleichheit beeinträchtigen. Kinder mit Migrationshintergrund haben oft Schwierigkeiten, auf weiterführende Schulen zu wechseln, was ihre beruflichen Möglichkeiten einschränkt. Eine umfassende Sprachförderung könnte demnach erhebliches wirtschaftliches Potenzial freisetzen. NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller betont die Wichtigkeit, auch Familien in die Sprachförderung einzubeziehen. Kritiker wie Bildungswissenschaftlerin Karima Benbrahim fordern darüber hinaus, mehr außerschulische Angebote zur Unterstützung mehrsprachiger Kinder zu schaffen und appellieren für eine positive Diskussion über Mehrsprachigkeit.

Insgesamt zeigt sich, dass die bevorstehenden Veranstaltungen an der UDE nicht nur der Weiterbildung dienen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Themen leisten. Die Verknüpfung von Bildung, Sprachförderung und sozialer Gerechtigkeit bleibt ein zentrales Anliegen, das in der heutigen Zeit nicht ignoriert werden kann.