Die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin hat heute ein neues Stipendienprogramm ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen Signifikant zu erhöhen. Mit verschiedenen Voll- und Teilstipendien für drei Programme möchte die Institution insbesondere Frauen unterstützen, die sich auf Top-Management-Positionen vorbereiten oder bereits in entscheidenden Führungsrollen tätig sind.ESMT berichtet, dass die Programme „Bringing Technology to Market“ (BTM), „General Management Seminar“ (GMS) und „Executive Transition Program“ (ETP) speziell für Frauen aus verschiedenen Bereichen entwickelt wurden.
Die Zielgruppe umfasst unter anderem Senior Führungskräfte, die in Vorstandsebene wechselnde Rollen anstreben, erfolgreiche Managerinnen mit globaler Verantwortung im B2B-Sektor sowie Unternehmerinnen, die ermutigt werden, sich für diese Programme zu bewerben. Die Stipendien sollen nicht nur finanziellen Bezug bieten, sondern auch den Zugang zu einem globalen Netzwerk von Gleichgesinnten und erfahrenen Dozenten ermöglichen.
Programmdetails und Stipendienangebote
Die Stipendien sind wie folgt strukturiert:
- Bringing Technology to Market (BTM):
Teilstipendien im Wert von 7.300 Euro sind für Frauen ausgerichtet, die eine Geschäftseinheit oder Tochtergesellschaft leiten. Die Bewerbungsfrist endet am 29. März 2026. - General Management Seminar (GMS):
Hier stehen Vollstipendien in Höhe von 20.500 Euro und Teilstipendien von 10.250 Euro zur Verfügung. Die Zielgruppe sind weibliche Führungskräfte mit nachgewiesener Erfahrung in KMUs, die sich bis zum 30. Juni 2026 bewerben können. - Executive Transition Program (ETP):
Vollstipendien in Höhe von 28.500 Euro und Teilstipendien von 14.250 Euro stehen zur Verfügung. Es richtet sich an Fachleute, die bereit sind, in eine General Management-Rolle zu wechseln oder dies kürzlich getan haben. Die Bewerbungsfrist endet ebenfalls am 30. Juni 2026.
Diese Stipendien sind Teil der breiteren Initiative der ESMT zur Förderung von Diversität in der Unternehmensführung. Der Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland liegt derzeit bei etwa einem Drittel, was laut BMBF und Eurostat alarmierend niedrig ist. ESMT möchte durch diese Programme jungen Frauen nicht nur die Zugangsmöglichkeiten zu qualitativer Führungsausbildung erleichtern, sondern auch die Gleichstellung vorantreiben.
Erfolgsgeschichte aus der Praxis
Alsi Arslan-Hürst, Produktbereichsleiterin bei Bosch und ehemalige Stipendiatin des ETP, betont den Wert des Stipendiums, das für sie ein Sprungbrett zu neuen Möglichkeiten war. Sie hebt hervor, wie das Programm essenzielle Fähigkeiten vermittelt und den Zugang zu einem Netzwerk internationaler Führungskräfte eröffnet hat, was das Selbstvertrauen in die Verfolgung einer C-Level-Rolle stärkt.
Diese Initiative fügt sich in den Kontext der gesetzlichen Veränderungen ein, die seit dem Inkrafttreten des Führungsgesetzes (FüPoG) 2015 den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen sollen. Dieses Gesetz hat bereits zu einem Anstieg des Anteils von Frauen in Unternehmensgremien geführt und fordert nun eine Mindestquote von 30% in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen.BMBF berichtet, dass diese Richtlinien kontinuierlich aktualisiert wurden, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu gewährleisten.