Studienzweifel sind ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Studierende in Deutschland betrifft. Sie entstehen häufig durch Unsicherheiten zu Berufsperspektiven, Belastungen durch Studium und Beruf oder familiäre Verpflichtungen. Um diese Herausforderungen anzupacken, haben mehrere Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ein umfangreiches Programm entwickelt.

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat dazu eingeladen, an einem offenen Online-Podium mit dem Titel „Fragen und Irrtümer rund um Studienzweifel“ am 3. März 2026 teilzunehmen. In der Woche darauf, am 24. März, findet eine weitere Online-Veranstaltung namens „Zweifellos – Erfahrungsberichte zum Thema Studienzweifel“ statt. Beide Veranstaltungen sind Teil eines größeren Programms, das über 49 Online- und Präsenzveranstaltungen rund um das Thema Studienzweifel umfasst. Diese Angebote richten sich an Studierende, die sich mit Fragen der Neuorientierung, Entscheidungsfindung und möglichen Fach- oder Hochschulwechsel beschäftigen.

Unterstützung und Resilienz fördern

Agnes Kott, Diplom-Psychologin der HHU-Studienberatung, hebt hervor, wie wichtig rechtzeitige Unterstützung für Betroffene ist. Das übergeordnete Ziel dieser Initiativen ist es, den Studierenden zu helfen, ihre individuelle Situation zu reflektieren und informierte Entscheidungen zu treffen. Dabei wird auch Unterstützung durch Experten des Arbeitsmarktes, wie Vertreter der Agentur für Arbeit und der Kammern, geboten.

Zusätzlich zur HHU bietet die FernUniversität in Hagen ebenfalls spezifische Veranstaltungen im Rahmen der „Themenwochen Studienzweifel“ an. Diese finden im März 2026 statt und beinhalten Workshops zu Themen wie Motivation und Zeitmanagement. Geplant sind unter anderem ein Online-Workshop am 4. März, der sich mit Selbst- und Zeitmanagement beschäftigt, sowie ein Impulsvortrag am 23. März, der die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten näher beleuchtet.

Beratungsmöglichkeiten nutzen

Studierende, die mit Zweifeln kämpfen, finden an vielen Hochschulen die Möglichkeit zur persönlichen Beratung. Die Studienberatung der FH Dortmund bietet eine offene Telefonsprechstunde und individuelle Beratungstermine an. Hier können die Studierenden Themen wie Ursachenfindung, Neu- oder Umorientierung und Entscheidungsfindung behandeln. Beratungen können sowohl telefonisch als auch online oder vor Ort vereinbart werden.

Ein weiteres hilfreiches Angebot ist der Selbsttest „studyREFLECT“, der Studierenden die Möglichkeit gibt, ihre Studiensituation anonym zu reflektieren. Der Test dauert etwa 20 Minuten und bietet Feedback zu Lernstrategien und Zeitmanagement, was für viele Studierende eine wertvolle Erkenntnisquelle darstellt.

Wie die verschiedenen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen zeigen, sind Studienzweifel ein ernstgenommenes Thema. Mit umfangreichen Beratungsansätzen und Veranstaltungen unterstützen sie Studierende dabei, ihre akademischen Herausforderungen anzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Dies ist nicht nur wichtig für die individuelle Entwicklung, sondern auch für die langfristige Integration der Studierenden in den Arbeitsmarkt.

Für weitere Informationen können Interessierte die Websites der Hochschulen besuchen: HHU Düsseldorf, FernUniversität Hagen und FH Dortmund.