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Am 23. März 2026 wurde bekannt, dass die Universität Hohenheim in Stuttgart ein bedeutendes Projekt namens C.A.T.A.L.I.S.T. ins Leben ruft. Dieses Vorhaben erhält 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um eine skalierbare Plattform für die zelluläre Landwirtschaft zu entwickeln. Ziel ist es, die Produktion von Proteinen, Fetten und Aromen aus Mikroorganismen und Pilzen voranzutreiben.

Die Herausforderungen, die bei der Übertragung von Labormengen in größere Produktionsmengen auftreten, stehen dabei im Fokus der Forschungsaktivitäten. Unter der Leitung des Fachgebiets Pflanzliche Lebensmittel und der Geschäftsstelle Bioökonomie wird das Projekt vom Februar 2026 bis Oktober 2027 durchgeführt. Ein Eigenanteil von knapp 400.000 Euro wird von der Universität in die Finanzierung einfließen.

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Fokus auf nachhaltige Lebensmittelproduktion

Das C.A.T.A.L.I.S.T.-Projekt zielt darauf ab, die Forschung zu nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystemen zu unterstützen und die Bioökonomie an der Universität zu stärken. Die neuartige Plattform wird interdisziplinär angelegt und steht nicht nur den zwölf Fachgebieten des Instituts, sondern auch angrenzenden Disziplinen offen. In diesem Kontext wird der Wissenstransfer gefördert und die Entwicklung marktfähiger Produkte angestrebt.

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Besonders hervorzuheben ist die Absicht des Projekts, eine zentrale Lücke in der Infrastruktur zu schließen. Durch die Entwicklung und das Testen von Skalierungsschritten sollen Indoor-Verfahren etabliert werden, die die Widerstandsfähigkeit von Ernährungssystemen erhöhen, insbesondere in Regionen mit knappen Flächenressourcen.

Die neue Strategie der Europäischen Kommission

Parallel zu diesem Projekt hat die Europäische Kommission eine neue Bioökonomie-Strategie vorgestellt. Diese Strategie soll die Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen in verschiedenen Wirtschaftssektoren stärken und den Fokus auf Materialien und Produkte legen, die nicht aus kritischen Rohstoffen bestehen. Jessika Roswall, die EU-Kommissarin, betont das große Skalierungspotenzial der Bioökonomie.

Die Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit Europas von fossilen Importen zu verringern und eine kreislauforientierte sowie dekarbonisierte Wirtschaft zu unterstützen. Bioökonomie umfasst eine Vielzahl von Produkten, die bis hin zu Chemikalien aus Algen und biobasierten Kunststoffen reichen. Der Wert der Bioökonomie wurde im Jahr 2023 auf bis zu 2,7 Billionen Euro geschätzt, wobei dieser Sektor etwa 17,1 Millionen Menschen beschäftigt – was circa 8% der Arbeitsplätze in der EU entspricht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt C.A.T.A.L.I.S.T. an der Universität Hohenheim nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Forschung im Bereich der zellulären Landwirtschaft leistet, sondern auch in den Kontext der europäischen Bioökonomie-Strategie eingebettet ist, die Innovationen und Investitionen in diesem vielversprechenden Sektor ankurbeln soll. Die Entwicklungen in Stuttgart zeigen, wie lokale Initiativen zur globalen Herausforderung der nachhaltigen Ernährung beitragen können.