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Stuttgart kämpft gegen Softwarefehler: So schützt Cristian Cadar uns!

Mit dem stetigen Anstieg der Komplexität moderner Computerprogramme wächst auch die Fehleranfälligkeit dieser Systeme. Cristian Cadar, ein führender Wissenschaftler an der Universität Stuttgart, hat sich das Ziel gesetzt, innovative Ansätze zu entwickeln, um diese Fehleranfälligkeit weiter zu minimieren. Cadar weist darauf hin, dass selbst einfache Anwendungen aus Tausenden bis Millionen von Codezeilen bestehen können, was die Wahrscheinlichkeit von Programmierfehlern, auch bekannt als „Bugs“, signifikant erhöht. Diese Fehler können nicht nur zu Funktionsstörungen führen, sondern auch gravierende Sicherheitslücken erzeugen, die es Kriminellen ermöglichen, in Computersysteme einzudringen.

Ein bekanntes Beispiel für eine solche Sicherheitslücke ist der Heartbleed-Bug, der 2014 in der Verschlüsselungsbibliothek OpenSSL auftrat. Diese Bibliothek spielt eine entscheidende Rolle bei der sicheren Internetkommunikation. Ein Fehler in einem Update ermöglichte es Hackern, Passwörter und private Daten von Millionen Nutzern abzugreifen. Der Heartbleed-Bug ist somit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schnell sich Softwarefehler zu massiven Sicherheitskrisen entwickeln können, wie CSO Online berichtet.

Die gefährlichsten Softwarefehler

Die Relevanz von Softwarefehlern wird durch die regelmäßig aktualisierte Liste der 25 gefährlichsten Softwarefehler, bekannt als CWE Top 25, unterstrichen. Diese Liste wird von der MITRE Common Weakness Enumeration (CWE) bereitgestellt und basiert auf konkreten Praxisdaten zur realistischen Einschätzung des Gefahrenpotentials. Im Gegensatz zur Common Vulnerabilities and Exposures (CVE) bietet CWE eine Taxonomie von Sicherheitsschwachstellen, während CVE spezifische Schwachstellen auflistet.

Die neueste Aktualisierung dieser Liste fand Ende 2019 statt und beruht auf rund 25.000 hoch bewerteten CVE-Einträgen aus den Jahren 2017 und 2018. CWE-119, das die „Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer“ befasst, hat den höchsten Score von 75,56 und umfasst häufige speicherbezogene Programmierfehler. Im Gegensatz dazu fiel CWE-89, die „SQL Injection“, von Platz 1 im Jahr 2011 auf Platz 6 im Jahr 2019, bleibt aber weiterhin von großer Relevanz.

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat die Diskussion um Softwarefehler und deren Auswirkungen weiter verstärkt. In Zeiten von verstärktem Remotezugriff und der Nutzung von VPNs ist das Verständnis und die Behebung dieser Fehler von entscheidender Bedeutung. Die CWE-Top-25-Liste bietet Fachleuten eine objektive Grundlage zur Identifizierung und Priorisierung von Software-Sicherheitsproblemen. Zudem wird überlegt, maßgeschneiderte CWE-Ranglisten für spezifische Organisationen zu entwickeln, um den individuellen Anforderungen besser gerecht zu werden.

Die fortdauernden Bemühungen von Cadar und seinem Team an der Universität Stuttgart sind ein Schritt in die richtige Richtung, um innovative Lösungen zur Minimierung von Programmierfehlern und Sicherheitslücken zu finden. In einer Welt, in der technische Systeme zunehmend komplexer werden, bleibt die Herausforderung, Sicherheitsstandards zu wahren und das Vertrauen der Nutzer zu erhalten, von höchster Priorität, sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich. Weitere Informationen über die gefährlichsten Softwarefehler können auf Security Insider nachgelesen werden.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
uni-stuttgart.de
Weitere Infos
csoonline.com
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security-insider.de

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