An der Spitze der Hochschulbildung stehen Frauen mehr denn je im Rampenlicht. Dies wird besonders deutlich, nachdem Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, die Präsidentin der Universität Osnabrück, bei der Wahl zum „Rektor des Jahres“ einen beeindruckenden dritten Platz belegte. Laut uni-osnabrueck.de hat Menzel-Riedl eine durchschnittliche Bewertung von 1,857 erzielt, wobei rund 80 Prozent der Teilnehmenden ihre Amtsführung als gut bis sehr gut bewerteten.

In diesem Jahr findet die Wahl bereits zum 18. Mal statt, und der erste Platz ging an Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg. An der Abstimmung, die vom 13. November bis 12. Dezember 2025 stattfand, nahmen insgesamt 2.940 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil. Das Ranking umfasste 48 Hochschulen und wurde vom Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn durchgeführt. Die detaillierten Ergebnisse werden in der kommenden Märzausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ veröffentlicht.

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Neuer Wirkungskreis in Münster

Im kommenden Oktober wird Profs. Menzel-Riedl Neues im Hochschulbereich angehen. Sie wurde am 28. November zur neuen Rektorin der Universität Münster gewählt, wie uni-muenster.de berichtet. Ihre Wahl durch die Hochschulwahlversammlung fiel mit 23 Ja- und 5 Nein-Stimmen überwältigend aus. Menzel-Riedl wird am 1. Oktober 2026 ihr neues Amt antreten und folgt somit auf Prof. Dr. Johannes Wessels, der die Universität seit 2016 leitet.

Die Findungskommission, die sie nominierte, bestand aus zehn Mitgliedern und betonte das einstimmige Ergebnis sowie die Einbeziehung einer Personalagentur. In einem 45-minütigen Vortrag stellte Menzel-Riedl ihre Visionen für die Universität vor, die Schwerpunkte wie die Förderung von Spitzenforschung, Digitalisierung und die Verbesserung der Studienprogramme umfassen.

Ein Vorbild für Gleichstellung

Interessant ist auch der Kontext, in dem diese Führungswechsel stattfinden. Laut dem CHE-Check 2025 zeigen sich Veränderungen im Frauenanteil in Hochschulleitungen. Aktuell sind 35,1 Prozent der Präsidenten und Rektoren Frauen. Der Anteil ist an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) von 25 auf 30 Prozent gestiegen. Dies spiegelt den allgemeinen Trend wider, dass der Frauenanteil in den letzten Jahren gewachsen ist, wie hochschuldaten.che.de berichtet.

Mit dem bevorstehenden Wechsel von Prof. Menzel-Riedl an die Universität Münster wird nicht nur eine erfahrene Führungspersönlichkeit an eine zentrale Stelle in der Hochschulbildung wechseln, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Rolle von Frauen in Führungspositionen gesetzt. Von der Juniorprofessur zur Rektorin ist es ein bemerkenswerter Werdegang, der zeigt, dass engagierte Leitung und akademische Exzellenz Hand in Hand gehen können. Ihre kommende Amtszeit wird mit Sicherheit im Fokus stehen – und darauf sind nicht nur die Anhängerinnen und Anhänger von Prof. Menzel-Riedl gespannt, sondern auch viele in der akademischen Welt.