Am 3. Juni 2026 wird der renommierte ZDF-Journalist Elmar Theveßen bei der 21. Tübinger Mediendozentur einen Vortrag halten. Die Veranstaltung trägt den Titel „Die neue Weltunordnung. Donald Trump und der Angriff auf die Demokratie“ und beginnt um 18:30 Uhr.
Theveßen, der Leiter des ZDF-Studios in Washington, wird in seinem Vortrag die Auflösung einer regelgeleiteten und wertebasierten Weltordnung thematisieren. Besonderes Augenmerk legt er auf den Aufstieg eines neuen Autoritarismus in den USA und analysiert, wie Donald Trump es geschafft hat, sich eine zweite Amtszeit zu sichern und seine Macht weiter auszubauen. In diesem Kontext warnt Theveßen vor einem Angriff auf den unabhängigen Journalismus, insbesondere durch Trump selbst, parteiische Medien und einflussreiche Plattform-Unternehmer.
Medienfreiheit und europäische Verantwortung
Der Journalist betont in seiner Analyse die Gefahren für Presse- und Meinungsfreiheit, die sich aus dieser Entwicklung ergeben. Zudem hebt er die Notwendigkeit eines entschlossenen Europas zur Verteidigung der liberalen Demokratie hervor. Professorin Dr. Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen, unterstreicht die Bedeutung der Mediendozentur für die Stärkung demokratischer Strukturen in der Gesellschaft.
Für die thematische Einführung zur Mediendozentur zeichnet Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen verantwortlich. Die Diskussion wird von Sandra Müller, der stellvertretenden Tübinger SWR-Studioleiterin, moderiert.
Veranstaltungsdetails
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch ist eine Platzreservierung nicht möglich. Eintrittskarten werden ab 17:00 Uhr ausgegeben, der Einlass beginnt um 17:30 Uhr. Pro Person wird nur eine Eintrittskarte vergeben, und größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Zudem wird die Veranstaltung in mehrere Hörsäle im Kupferbau übertragen und ist auch im Livestream verfügbar.
Elmar Theveßen, Jahrgang 1967, hat Politische Wissenschaft, Geschichte und Germanistik an der Universität Bonn studiert. Er war zuvor ZDF-Korrespondent für Nordamerika und stellvertretender Chefredakteur des ZDF. Zuletzt veröffentlichte er das Buch „Deadline. Wie das System Trump die Demokratie aushöhlt und uns alle gefährdet“.
Die Tübinger Mediendozentur ist eine Kooperation der Universität Tübingen, des Instituts für Medienwissenschaft und des SWR Studios Tübingen. Diese Veranstaltung steht im Zeichen der Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen der Demokratie und der Rolle der Medien darin.