
Die Technische Universität Chemnitz hat mit dem neuen Validierungsprogramm TUCfonds ein bedeutendes Projekt zur Förderung des Technologietransfers ins Leben gerufen. Laut TU Chemnitz wurde das Programm mit 1,8 Millionen Euro ausgestattet und steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA). Die Laufzeit des Programms erstreckt sich bis zum 31. Oktober 2028.
Das Hauptziel des TUCfonds liegt darin, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu stärken. Forschende der TU Chemnitz haben die Möglichkeit, ihre vielversprechenden Forschungsergebnisse auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit zu prüfen und weiterzuentwickeln. Das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer (ZWT) koordiniert dieses Programm. Erfreulich ist, dass Forschende eine Förderung von bis zu 90.000 Euro beantragen können, sofern das Projekt mindestens den Technologie-Reifegrad (TRL) 4 erreicht, was einen Funktionsnachweis und einen klaren Anwendungsbezug erfordert.
Erster Antrag im Sommersemester 2025
Der erste universitätsinterne Aufruf zur Antragstellung wird zum Sommersemester 2025 erfolgen. Mit der Einführung des TUCfonds wird der Wissens- und Technologietransfer an der TU Chemnitz spürbar gestärkt und soll innovative Ansätze in die Wirtschaft bringen.
Ein weiterer Aspekt der technologischen Förderung in Sachsen ist die überarbeitete Richtlinie zur Landes-Technologieförderung, die am 5. Juli 2024 in Kraft trat. Dieser Förderbaustein, der speziell die Patentverwertung durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen betrifft, soll den nachhaltigen Transfer neuer Forschungsergebnisse in die Wirtschaft fördern. Damit verfolgt Sachsen das Ziel, seinen Technologie- und Wissensvorsprung zu sichern und bestehende Strukturen zu festigen. Wirtschaftsminister Martin Dulig hebt das hohe Innovationspotenzial sächsischer Forschungsergebnisse hervor, wie Medienservice Sachsen berichtet.
Patentverwertung als Schlüssel zur Innovation
Der Freistaat Sachsen stellt insgesamt 1,8 Millionen Euro für den Transferverbund SachsenPatent bereit, was die strategische Bedeutung der Initiative unterstreicht. In diesem Kontext wurde auch die Technische Universität Dresden als die patentstärkste Hochschule Deutschlands identifiziert. Laut dem Ranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hat die TUD von 2010 bis 2019 über 680 Patente angemeldet, was im Durchschnitt alle fünf Tage einem neuen Patent entspricht.
Die Entwicklungen an der TU Chemnitz und die umfassenden Fördermaßnahmen in Sachsen verdeutlichen den hohen Stellenwert der Forschung und deren praktische Anwendungen. Sowohl der TUCfonds als auch die neuen Richtlinien zur Landes-Technologieförderung schaffen eine hervorragende Basis für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.