
Die Technische Universität Dortmund (TU Dortmund) hat einen langfristigen Mietvertrag für das Hansa Carré unterzeichnet, was eine wesentliche Verbesserung der Lern- und Veranstaltungsräume für Studierende mit sich bringt. Diese Räume sind abends gut erreichbar und bieten somit einen Mehrwert für die Studierenden, die in den Abendstunden lernen oder Veranstaltungen besuchen möchten. Der dringend benötigte Abriss der Zentralbibliothek auf dem Campus Nord schreitet ebenfalls voran. Geplant ist der Neubau gemäß dem Energieeffizienzstandard 4, der moderne Arbeitsplätze schaffen soll, die den Bedürfnissen der Studierenden und Wissenschaftler gerecht werden.
Eine akademische Jahresfeier der TU Dortmund würdigte die herausragenden Forschungs-, Lehr- und Studienleistungen der letzten Zeit. Im Rahmen dieser Feier sprach Rektor Prof. Manfred Bayer und betonte die Wichtigkeit von Zivilcourage, insbesondere in Zeiten, in denen demokratische Werte gefährdet sind. Zudem berichtete Prof. Klaus von Klitzing über seine bedeutende Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts und die Neudefinition des Kilogramms.
Förderung der Spitzenforschung
Prof. Hannes Mutschler erhielt den prestigeträchtigen ERC Synergy Grant für seine Forschungsarbeiten zum Ursprung des Lebens. Diese Auszeichnung ist Teil einer breiteren Initiative, die die Förderung von Spitzenforschung in Deutschland unterstützt. Die ERC-Förderung bietet verschiedene Formate mit Einreichfristen, die in der Regel einmal jährlich stattfinden, außer für den Proof of Concept Grant, der dreimal jährlich eingereicht werden kann. Das Begutachtungsverfahren ist zweistufig und die Bearbeitungszeit der Anträge beträgt meistens 12 bis 16 Monate.
Die Exzellenzstrategie, die 2016 von Bund und Ländern ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den deutschen Wissenschaftsstandort im internationalen Wettbewerb zu stärken und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Diese Strategie besteht aus zwei Förderlinien: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten. Die Exzellenzstrategie soll wissenschaftliche Spitzenleistungen fördern und die Universitätsprofile schärfen. Der Erfolg der Exzellenzinitiative von 2007 bis 2017, die zu außergewöhnlichen Forschungsleistungen führte, ist dabei als Grundlage zu betrachten.
Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung
Das Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts arbeitet aktiv an Konzepten zur Verbesserung der mathematischen Schulbildung in geförderten Projekten. Parallel dazu entwickelt das Institut für Journalistik eine E-Learning-Plattform für Journalist*innen zu EU-Themen in Zusammenarbeit mit Partnern aus 27 EU-Staaten. Diese Initiativen zeichnen ein Bild von einer Universität, die sich aktiv an der Förderung von Bildung und interdisziplinärer Zusammenarbeit beteiligt.
Zusätzlich engagiert sich die TU Dortmund in Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung des Campus. Dazu gehören die Installation von Photovoltaikanlagen, die Schaffung von Apfelbaumwiesen, E-Ladesäulen und Fahrradrabatte für Beschäftigte. Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat eine Sonderseite veröffentlicht, auf der hervorgehoben wird, dass mehr als die Hälfte der Professuren in der Research Alliance Ruhr besetzt ist. Zudem wurden vier Vollanträge im Rahmen der Exzellenzstrategie eingereicht, wobei TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum und Universität Duisburg-Essen ein gemeinsames Curriculum zum Umgang mit Forschungsdaten anbieten.