Das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden hat einen beeindruckenden Erfolg erzielt: Drei EU-geförderte Projekte wurden genehmigt, was die Position der Einrichtung im Bereich internationaler Kooperationen stärkt. Diese Förderungen erstrecken sich über unterschiedliche Programme und stellen somit eine bedeutende Auszeichnung für das European Project Center (EPC) dar.
Maria Richter-Babekoff, Referentin für Internationales am ZLSB, unterstrich die Relevanz der Themen und die Notwendigkeit globaler Vernetzung. Die Projekte sind nicht nur finanziell wertvoll, sondern tragen auch entscheidend zur Entwicklung von innovativen Ansätzen in der Lehrerbildung bei.
Details der geförderten Projekte
Ein zentrales Projekt trägt den Namen **DILIGENCE (Digital Literacy Guidance in Teacher Education for Critical Empowerment)**. Mit einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro zielt es darauf ab, die digitale Kompetenz und die pädagogische Handlungsfähigkeit von Lehrkräften in Mosambik zu stärken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Inklusion und Chancengleichheit für benachteiligte Gruppen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen Trainingsprogramme, die Entwicklung einer mehrsprachigen Lernplattform sowie die Einbindung nationaler Bildungseinrichtungen. Dieses Vorhaben unterstützt die EU-Global-Gateway-Strategie und hebt die internationale Dimension der Ausbildungsinitiativen hervor.
Ein weiteres Projekt, **SMARTIVERSE**, fokussiert sich auf die Integration von Nachhaltigkeit, digitaler Bildung und Diversität in der Ausbildung von Grundschullehrkräften im Bereich STE(A)M. Mit einem Budget von 400.000 Euro sollen altersgerechte Lehr- und Lernmaterialien entwickelt werden, um kritisches Denken in Bezug auf digitale Technologien zu fördern. Damit wird auch der verantwortungsvolle Umgang mit Technologie thematisiert.
Das dritte geförderte Projekt, **TAP-DCE (Teacher Academy Project – Democratic Citizenship Education)**, hat ebenfalls ein Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro und konzentriert sich auf die Stärkung der Demokratiebildung in Schulen sowie in der Lehrkräfteausbildung in Europa. Ziel ist es, Kompetenzen für demokratische Teilhabe zu vermitteln und kritisches Denken zu fördern. Hierbei werden Lehr- und Lernmaterialien in internationalen Professional Learning Communities entwickelt und erprobt, die Demokratiebildung mit den Themen Nachhaltigkeit, Inklusion und digitaler Kompetenz verknüpfen.
Wichtige Perspektiven und Synergien
Die Gesamtsumme der Fördermittel für diese drei Projekte beläuft sich auf 3,4 Millionen Euro. Diese finanziellen Mittel sollen nicht nur der TU Dresden zugutekommen, sondern auch Partner im globalen Süden unterstützen. Die erfolgreiche Beantragung dieser Projekte markiert einen bedeutenden Meilenstein für das ZLSB und fördert die nachhaltige internationale Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung.
In Anbetracht der Vielzahl an Herausforderungen, vor denen Bildungssysteme weltweit stehen, stellt der Erfolg des ZLSB eine bedeutende Möglichkeit dar, innovative und integrative Ansätze zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wird zweifellos dazu beitragen, die Qualität der Lehrerausbildung zu verbessern und die Bildungschancen für alle zu erhöhen.