Das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden hat einen bemerkenswerten Fortschritt erzielt und drei Zusagen für EU-geförderte Projekte erhalten. Dieses Erfolgsprojekt stammt aus dem European Project Center (EPC) der TU. Maria Richter-Babekoff, Referentin für Internationales am ZLSB, hebt die Wichtigkeit der Themen und die Notwendigkeit globaler Vernetzung hervor. Die Initiativen zielen darauf ab, die Bildungslandschaft zu transformieren und den Herausforderungen des digitalen Wandels zu begegnen.

Insgesamt werden die drei Projekte mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro unterstützt, die in verschiedenen Programmen angesiedelt sind. Dieses Engagement markiert einen bedeutenden Schritt in der Förderung nachhaltiger internationaler Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung, die in der heutigen Zeit unerlässlich ist.

Drei wegweisende Projekte

  • DILIGENCE (Digital Literacy Guidance in Teacher Education for Critical Empowerment)
    • Fördervolumen: 1,5 Millionen Euro.
    • Fokus: Stärkung der digitalen Kompetenz und pädagogischen Handlungsfähigkeit von Lehrkräften in Mosambik.
    • Schwerpunkte: Inklusion, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe für benachteiligte Gruppen.
    • Geplante Maßnahmen: Trainingsprogramme, mehrsprachige Lernplattformen und die Einbindung nationaler Bildungseinrichtungen.
  • SMARTIVERSE
    • Fördervolumen: 400.000 Euro.
    • Ziel: Integration von Nachhaltigkeit, digitaler Bildung und Diversität in die Ausbildung von Grundschullehrkräften im Bereich STE(A)M.
    • Fokus: Entwicklung altersgerechter Lehr- und Lernmaterialien zur Förderung kritischen Denkens über digitale Technologien.
  • TAP-DCE (Teacher Academy Project – Democratic Citizenship Education)
    • Fördervolumen: 1,5 Millionen Euro.
    • Ziel: Stärkung der Demokratiebildung in Schulen und der Lehrkräfteausbildung in Europa.
    • Fokus: Entwicklung von Kompetenzen für demokratische Teilhabe und kritisches Denken.

Im Rahmen dieser Projekte gibt es auch eine enge Verknüpfung mit der EU-Strategie zur digitalen Bildung. Der Aktionsplan für digitale Bildung (2021-2027) unterstützt die Anpassung der Bildungssysteme an die digitale Realität und fördert den Einsatz digitaler Werkzeuge, um Lehr- und Lernprozesse effektiver zu gestalten. Dies wird durch Online-Kurse, interaktive Lernplattformen und virtuelle Klassenzimmer gestärkt.

Die Digitalisierung bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. So stellte man fest, dass weniger als 40 % der Lehrkräfte in der EU sich bereit fühlten, digitale Technologien im Unterricht zu nutzen (OECD, 2018). Die Pandemie hat zwar den Trend zur Nutzung digitaler Technologien beschleunigt, gleichzeitig aber auch bestehende Ungleichheiten im Zugang zu diesen Technologien verstärkt. Dies verlangt nach strategischen Maßnahmen, um digitale Kompetenzen zu fördern, wie sie in der KMK-Strategie beschrieben sind, die sich auf wesentliche Bereiche wie Medienkompetenz und digitale Problemlösefähigkeiten konzentriert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Initiativen der TU Dresden nicht nur die digitalen Kompetenzen in der Lehrerbildung stärken, sondern auch einen unverzichtbaren Beitrag zu einer inklusiven und gerechten Bildungswelt leisten wollen. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie diese Projekte in der Praxis umgesetzt werden und welche positiven Effekte sie für die Bildungsgemeinschaft in Europa und darüber hinaus haben können.