Am 11. März 2026 hat die Technische Universität Dresden (TUD) ihren Status als Exzellenzuniversität erfolgreich verteidigt. Dies wurde von der Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt. Der Erhalt dieses Statuses sichert der Universität bedeutende Förderungen im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder und ist ein Beleg für ihre herausragende institutionelle Leistungsfähigkeit sowie Forschungsstärke.
Die TUD bleibt damit die einzige Exzellenzuniversität in den ostdeutschen Flächenländern und gehört zu den zehn führenden Universitäten in Deutschland. Die Universität profitiert von einer jährlichen Förderung von mindestens 148 Millionen Euro. Die neue Förderphase beginnt am 1. Januar 2027. Rektorin Ursula M. Staudinger unterstrich die Bedeutung dieser Auszeichnung und dankte der TUD-Gemeinschaft sowie den Partnern für ihre Unterstützung.
Erfolgreiche internationale Begutachtung
Der Entscheidungsprozess zur Bestätigung des Exzellenzstatus umfasste eine umfassende internationale Begutachtung, bei der die TUD durch Wissenschaftler und Gutachter aus aller Welt bewertet wurde. Hintergrund der Entscheidung ist ein Selbstbericht der TUD, der im August 2025 eingereicht wurde, gefolgt von einer ehrenamtlichen Begehung im November 2025. Diese Schritte sind Teil der Prüfungen, die alle sieben Jahre für Exzellenzuniversitäten erforderlich sind.
Das Gutachterteam lobte die Fortschritte der TUD in der interdisziplinären Forschung und in zukunftsweisenden Projekten. Die TUD führt derzeit fünf Exzellenzcluster, davon drei in eigener Verantwortung und zwei in Kooperation mit anderen Hochschulen: die Julius-Maximilians-Universität Würzburg und die RWTH Aachen. Diese Cluster spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung neuer Forschungsfelder und der Förderung internationaler Sichtbarkeit.
Cluster der Technischen Universität Dresden
Die TUD ist in den folgenden fünf Exzellenzclustern aktiv:
- CARE: Klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (Kooperation mit RWTH Aachen)
- CeTI: Zentrum für Taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion
- ctd.qmat: Komplexität, Topologie und Dynamik in Quantenmaterialien (Kooperation mit Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
- PoL: Physik des Lebens – die dynamische Organisation lebender Materie
- REC²: Verantwortungsvolle Elektronik im Zeitalter des Klimawandels
Die Erfolge der TUD in der Exzellenzstrategie führen zu einer Stärkung der interdisziplinären Ansätze und einer erhöhten internationalen Sichtbarkeit. Dies wiederum hat zur Folge, dass Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Dresden kommen. Die Auszeichnung ist sowohl Ansporn als auch Verantwortung, weiterhin Exzellenz zu fördern und aktiv an regionalen sowie globalen Herausforderungen mitzuwirken.
Finanzierungsrahmen der Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie wurde im Jahr 2016 ins Leben gerufen, um den deutschen Wissenschaftsstandort im internationalen Wettbewerb zu stärken und die Sichtbarkeit von Universitäten zu erhöhen. Sie folgt auf die Exzellenzinitiative (2007-2017). In der Exzellenzstrategie werden zwei Förderlinien unterschieden: Exzellenzcluster, die projektbezogen internationale Forschungsfelder fördern, und Exzellenzuniversitäten, die die institutionelle Leistungsfähigkeit stärken.
Ab 2026 wird für die Exzellenzcluster ein Gesamtbudget von 539 Millionen Euro jährlich bereitgestellt, während die Exzellenzuniversitäten insgesamt 687 Millionen Euro pro Jahr erhalten sollen. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch den Bund und zu 25 Prozent durch die Bundesländer der Universitäten. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt nach strengen wissenschaftlichen Kriterien und wird durch internationale Experten gewährleistet.
Die Technische Universität Dresden verfolgt mit dem Erhalt des Exzellenzstatus das Ziel, ihre strategischen Ziele weiter auszubauen und ihre international herausragende Stellung zu befestigen. Die Entscheidung über Neuanträge im Rahmen der Exzellenzstrategie wird im Oktober 2026 fallen.