Dr. Hélène Boulanger wird für ein weiteres Jahr die Präsidentschaft des Verwaltungsrats der Universität der Großregion (UniGR) innehaben. Ihre Wiederwahl fand am 16. Januar 2026 statt und spiegelt das Vertrauen wider, das die Partnerhochschulen in ihr Engagement und die erfolgreiche Zusammenarbeit setzen. Damit bleibt Boulanger an der Spitze einer Institution, die sich durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung und gemeinschaftlichen Ressourcen der sieben Mitgliedshochschulen auszeichnet.

Im Rahmen der letzten Sitzung des Verwaltungsrats, die in der Universität Luxemburg stattfand, wurden bedeutende gemeinsame Initiativen und zukünftige Überlegungen erörtert. Die Universität der Großregion verfolgt das Ziel, lokal zugeschnittene Kooperationsansätze zu entwickeln und eine einheitliche Ausrichtung im Verbund zu schaffen. Neue Kooperationen sollen insbesondere durch groß angelegte Forschungsprojekte sowie die Bündelung von Expertise aus den beteiligten Hochschulen gefördert werden.

Fokus auf Vernetzung und Interdisziplinarität

Ein wichtiger Aspekt der zukünftigen Strategie ist die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler*innen. Hierzu wird die Veranstaltungsreihe “ECHO” ins Leben gerufen, die den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen jungen Forschenden unterstützt. Prof. Dr. Ludger Santen, Präsident der Universität des Saarlandes, wurde während dieser Sitzung zum neuen Vizepräsidenten der UniGR gewählt und tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Jens Kreisel, dem Rektor der Universität Luxemburg, an. Kreisel wurde für sein Engagement in den letzten zwei Jahren gewürdigt.

Die Verwaltungsratssitzung diente darüber hinaus als Plattform für den Austausch über die Herausforderungen, die die Hochschullandschaft derzeit verunsichern. Es wurden zentrale Themen diskutiert, zu denen die Wissenschaftsvermittlung, die Wissenschaftsfreiheit und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Wissenschaftsstandorte gehörten. Die UniGR-Partnerschaft bietet damit einen wertvollen Rahmen für den grenzüberschreitenden Dialog und die Erörterung kritischer Fragen in der akademischen Gemeinschaft.

Zukunftsthemen der UniGR

Die Verwaltungsratsmitglieder identifizierten zudem zentrale Zukunftsthemen, die für die strategische Ausrichtung der UniGR entscheidend sind. Dazu zählen Wasserstofftechnologie, Quantentechnologie, Psychologie und Gesundheit sowie Digital Humanities. Hélène Boulanger wird in ihrer zukünftigen Amtszeit die Stärken der UniGR weiter hervorheben und darauf hinarbeiten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Die Universität der Großregion umfasst unter anderem folgende Hochschulen: RPTU Kaiserslautern-Landau (Deutschland), Universität Lüttich (Belgien), Université de Lorraine (Frankreich), Universität Luxemburg (Luxemburg), Universität des Saarlandes (Deutschland), Universität Trier (Deutschland) und die htw saar (Deutschland) als assoziierten Partner. Die Zusammenarbeit wurde 2008 im Rahmen eines europäischen Projekts initiiert und hat seit 2015 eine eigene rechtliche Struktur angenommen. Diese Entwicklung unterstreicht den nachhaltigen Charakter der Hochschulkooperation in der Region.